Parteitag in Peking Wie korrupt sind Chinas Kommunisten?

Auf ihrem Parteitag in China feiert sich die KP selbstverliebt. Doch aus der einstigen Arbeiterpartei ist längst eine Partei der Kapitalisten geworden, in der Korruption und Vetternwirtschaft regiert.
22 Kommentare

Chinas Kommunisten beginnen Parteitag

PekingDas Rot der Vorhänge sticht geradezu unangenehm ins Auge. Hinter der Bühne hängen Hammer und Sichel in gigantischen Dimensionen. Eine spießige Blumen-Deko trennt die Top-Funktionäre von den einfachen Delegierten: China feiert den Steinzeit-Kommunismus. Und die Partei beweist der Welt, dass sie ihre überkommenen Rituale nicht modernisieren muss. Warum auch? Eisern hält sie an der Macht im Land fest. Nach innen und außen ist sie so erfolgreich wie nie zuvor.

Am Donnerstagmorgen hat in Peking ein politisches Mega-Ereignis begonnen, das mindestens ebenso wichtig ist wie die Wahl in den USA: ein Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas. Nur alle fünf Jahre treffen sich die Delegierten der größten politischen Organisation der Welt. Und nur alle zehn Jahre wählen sie dabei eine neue Parteiführung. Diesmal ist es wieder so weit.

Die rund 2300 Delegierten werden sich dabei voraussichtlich für den bisherigen Vizepräsidenten Xi Jinping als neuen Parteichef entscheiden. Auch das Politbüro, die Schaltzentrale Chinas, wird neu besetzt. Xi sitzt nun in der ersten Reihe und schaut ernst in die Kameras. Der kommende Präsident wird geradezu monumentale Probleme bewältigen müssen. Er muss die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt durch einen komplizierten Umbau steuern, ohne dass dabei das Wachstum abreißt. Vor allem aber muss er das Vertrauen in die Führungsrolle der Partei wiederherstellen. Das Image der Herrschaftskaste ist durch hemmungslose Selbstbereicherung angeschlagen.

Doch zunächst hielt am Donnerstagmorgen der bisherige Parteivorsitzende und Staatspräsident Hu Jintao zum Auftakt eine Rede. Sie bestand im Wesentlichen aus den üblichen Floskeln der Kommunisten.

Vom „Sozialismus chinesischer Prägung“ ist da die Rede. Vom „Mao-Zedong-Denken“, auf das sich die Partei immer noch offiziell stützt. Hu lobt die Leistungen der Partei, die das Volk durch „wissenschaftliche Entwicklung“ aus der Rückständigkeit geholt habe.

Die Partei gibt sich selbstverliebt ihren Ritualen hin
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22 Kommentare zu "Parteitag in Peking: Wie korrupt sind Chinas Kommunisten?"

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  • Ich könnte mich nicht erinnern daß es einen Zusammenhang vom seeligen Franz-Josef Strauß oder seinem Amigo "Cleverle" Lothar Späth mit einer "Flugbenzin" Affäre gäbe.

    http://central.banktunnel.eu/20121119-simonis.jpg
    http://central.banktunnel.eu/20121119-deutschland-bangkok-rot270left.jpg

  • @ abc

    Was reden Sie nur für einen Quark.

    Bei der Korruption gibt es zwei Seiten. Bestechender und Bestochener. Der Unternehmer steht in der Regel auf der Seite des Bestechenden.

    Richtig ist, dass Korruption nicht auf kapitalistische Systeme beschränkt ist.

  • Doch...Strauß war Sozialist. Ein Großteil seiner Politik hat sich gegen die Marktwirtschaft gestellt und für Staatliche Einflussnahme. Sozialismus = Verstaatlichung. Liberal war Strauss ganz sicher nicht!

    Die DDR ist Sozialistisch und die CSU in Bayern hat ebenso viele dieser Einflüsse. Die DDR wurde wirtschaftlich von Moskau geplündert, Bayern durch Bundessubventionen + Auslandsdeals mit der Substanz groß gemacht. Nichts mit indivueller Leistung der "Bayern".

  • Die Bilder da in China, wie sie sich selbst feiern, erinnern so an die DDR, wenn Honecker Hof hielt udn das bestellte Klatsch-Publikum anwesend war.
    Das ist halt Sozialismus, ein paar haben alles und das Volk nichts.

  • Die Bilder da in China, wie sie sich selbst feiern, erinnern so an die DDR, wenn Honecker Hof hielt udn das bestellte Klatsch-Publikum anwesend war.
    Das ist halt Sozialismus, ein paar haben alles und das Volk nichts.

  • Wie korrupt sind Chinas Kommunisten?

    Die Antwort ist:

    Nicht korrupter als unsere Kommunisten.

  • A propos unnötige Staatsausgaben, Beer-Bridgestone. Von wegen bei Dienstwagen werde nicht über Einsparpotential verhandelt.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/dienstwagen-steinbrueck-hat-keinen-bock-auf-holzbank-a-648015.html

    Wie der US-kongress ANLäSSLICH DER ANREISE IN PRIVATJETS wegen STAATLICHER HILFEN benötige ich eine Air-SICKness Bag wenn ich an die Privatflugzeug-Privilegien UNSERES PLEITESTAATS denke.

    http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/autoindustrie/:aggressiver-sparkurs-gm-gibt-firmenjets-ab/442051.html

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/koeniglicher-jet-gepfaendet-kuckuck-auf-dem-duesenvogel-11203.html

    http://de.wikipedia.org/wiki/Interflug#Liquidation

  • Interessant: die einstige Arbeiterpartei ist längst eine Partei der korrupten Kapitalisten geworden?! Das heißt Arbeiter = nicht korrupt und früher war alles besser? Klar Machtergreifung nach Bürgerkrieg und später die Kulturrevolution. Das war klasse. Jetzt gibt es nur noch böse und korrupte Kapitalisten. Und ich dachte das wäre alles ein Problem menschlicher Gier und Mißbrauch von Macht...

  • ABC@sagt Ihnen der Name Strauss etwas?...Franz Josef..Verteidigungminister der BRD (späte 50ziger und 60zigern.) ..dieser Mann hat Korrruption "hoffähig" gemacht..und wurde dafür von fast allen bewundert..und Franz Josef war nun wirklich kein Sozialist..

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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