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Parteiverhandlungen Belgien: Tausende demonstrieren gegen geplante Regierung

Anhänger der rechtsextremen flämischen Partei Vlaams Belang demonstrierten in Belgien. Die geplante Koalition sei linker als das Wahlergebnis 2019.
27.09.2020 - 16:34 Uhr Kommentieren
An der geplanten Koalition sind die flämischen Nationalisten der N-VA, die mit 16 Prozent stärkste Kraft wurde nicht dabei. Auch der Vlaams Belang (12 Prozent) ist nicht beteiligt Quelle: dpa
Demonstranten halten zwischen Autos flämische Flaggen während eines Protestes der rechtspopulistischen Regionalpartei Vlaams Belang gegen die Regierung.

An der geplanten Koalition sind die flämischen Nationalisten der N-VA, die mit 16 Prozent stärkste Kraft wurde nicht dabei. Auch der Vlaams Belang (12 Prozent) ist nicht beteiligt

(Foto: dpa)

Brüssel Tausende Anhänger der rechtsextremen flämischen Partei Vlaams Belang haben in Belgien gegen eine geplante neue Regierung demonstriert. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga zählte die Polizei rund 4500 Autos mit durchschnittlich jeweils drei Insassen. Die Teilnehmer kritisierten, dass die geplante Koalition linker sei als das Wahlergebnis im Mai 2019 in Flandern.

Die Parteien verhandeln seit gut 16 Monaten über ein Bündnis. Die Verhandlungen stehen kurz vor dem Abschluss. Beteiligt sind die Grünen, die Liberalen und die Sozialdemokraten aus beiden Landesteilen sowie die flämischen Christdemokraten. Nicht dabei sind die flämischen Nationalisten der N-VA, die mit 16 Prozent stärkste Kraft wurde.

Auch der Vlaams Belang (12 Prozent) ist nicht beteiligt. Deshalb würden die künftigen Regierungsparteien aus Flandern weniger als die Hälfte der dortigen Wählerstimmen vertreten. „Am 26. Mai 2019 haben die Flamen ein deutliches Signal gesendet, dass die Führung flämischer und rechter sein muss. Nun passiert aber das Gegenteil und das ist inakzeptabel“ sagte Vlaams-Belang-Chef Tom Van Grieken.

Die Verhandlungen liefen am Wochenende auf Hochtouren. König Philippe will die beiden Regierungsbildner Alexander De Croo und Paul Magnette am Montag empfangen. Bis dahin wollen sich die Parteien auf einen Ministerpräsidenten geeinigt haben.

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