Pentagon-Chef Mattis Trumps Verteidigungsminister telefoniert mit Nato-Generalsekretär

James Mattis setzt sich einmal mehr von Äußerungen Donald Trumps ab. In einem Telefonat mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg unterstrich der neue US-Verteidigungsminister seine Verbundenheit zu dem Militärbündnis.
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Der neue US-Verteidigungsminister hat nicht nur aus Höflichkeit mit dem Nato-Generalsekretär telefoniert. Quelle: AP
James Mattis

Der neue US-Verteidigungsminister hat nicht nur aus Höflichkeit mit dem Nato-Generalsekretär telefoniert.

(Foto: AP)

WashingtonDer neue US-Verteidigungsminister James Mattis hat in einem Telefonat mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg seine Verbundenheit zu dem Militärbündnis unterstrichen. Mattis habe dabei deutlich gemacht, dass die USA auf der Suche nach Verbündeten immer zuerst nach Europa schauen würden, teilte Pentagon-Sprecher Jeff Davis am Montag mit. Der Verteidigungsminister habe das Telefonat bewusst an seinem ersten vollen Amtstag geführt, um die Bedeutung hervorzuheben, die er der Nato beimesse.

Der 66-Jährige setzte sich damit einmal mehr von Äußerungen Donald Trumps ab. Der neue US-Präsident hatte das Bündnis in der Vergangenheit als obsolet bezeichnet. Mattis hatte einst selbst einen Posten bei der Nato inne.

Davis bestätigte, dass der Pentagon-Chef am Treffen der Verteidigungsminister der Nato im Februar teilnehmen wird.

Das ist Trumps Team
Wichtige Anhörung im Senat
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Im schwierigen Verhältnis zwischen dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump und den Republikanern im Kongress kommt es in dieser Woche zu den ersten wichtigen Tests. Im Senat wird es voraussichtlich sieben Anhörungen zu wichtigen Personalentscheidungen des Wahlsiegers geben.

Kritik an Tempo
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Das Tempo, mit dem Trump und die Republikaner die Bestätigungsverfahren durchpeitschen wollen, stößt auf Kritik. Der Leiter der unabhängigen Behörde für Regierungsethik, Walter Shaub, äußerte in einem Schreiben „große Besorgnis“, weil die Überprüfung der Kandidaten – etwa die ihrer Finanzen und Geschäftsbeziehungen – noch nicht abgeschlossen sei. Die Demokraten forderten eine Verschiebung der Prozeduren, zumal viele von Trumps Kandidaten keine politische Vergangenheit und Erfahrung haben und ihr Hintergrund ihnen daher nicht sehr vertraut ist. Aber die Republikaner winkten ab.

Jeff Sessions
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Die Prozedur beginnt am Dienstag mit einer zweitägigen Anhörung von Jeff Sessions. Das bisherige Senatsmitglied, Alabamas Senator und ultrakonservativer Einwanderungsgegner soll Justizminister werden. Der 69-jährige Vietnam-Veteran setzt sich für eine starke Verteidigungspolitik ein und stellte sich gegen die Obama-Regierung bei deren Plänen, das Militärbudget zu kürzen.

John Kelly
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Auch der Ex-General John Kelly muss am Dienstag Rede und Antwort stehen. Er soll den Chefposten des Heimatschutzministeriums übernehmen. Im Süden Floridas hat Kelly bereits regelmäßig zusammen mit der Heimatschutzbehörde zusammengearbeitet, um Netzwerke von Menschenschmugglern aufzudecken. Diese transportieren Migranten illegal in die USA. Zuletzt hatte er die Aufsicht über das Gefangenenlanger Guantánamo inne. Kelly wurde drei Mal im Irak eingesetzt und ging in diesem Jahr in den Ruhestand.

Rex Tillerson (l.) - Außenminister
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Am Mittwoch sind gleich fünf Hearings angesetzt, darunter die Befragung von Rex Tillerson (links). Der Chef des US-Ölkonzerns Exxon Mobil soll Außenminister werden Der 64-Jährige hat gute Beziehungen zu Russland, das Bild zeigt Tillerson im Jahr 2012 bei einem Aufeinandertreffen mit dem russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin.

Mike Pompeo
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Auch Mike Pompeo, der Direktor der CIA werden soll, muss am Mittwoch Rede und Antwort stehen. Der Republikaner will alle Beschränkungen der Geheimdienste zurückdrehen. Pompeo ist Abgeordneter aus Kansas, Mitglied des Geheimdienstausschusses und stramm konservativ.

Betsy DeVos
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Betsy DeVos soll das Bildungsministerium in Trumps Kabinett übernehmen. Die Großspenderin, die ebenfalls am Mittwoch angehört wird, stammt aus einer reichen Unternehmerfamilie und engagiert sich seit langem für eine konservative Bildungsreform. Sie will Eltern etwa durch Steuererleichterungen einen Anreiz geben, Kinder von wenig effizienten staatlichen Schulen auf privat geleitete Einrichtungen umzumelden.

  • dpa
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