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Pentagon US-Verteidigungsministerium sagt für November geplante Militärparade ab

Die von US-Präsident Trump gewünschte Militärparade wird nicht wie geplant in diesem Jahr abgehalten. Die Kosten sind horrend.
Update: 17.08.2018 - 11:59 Uhr Kommentieren
US-Präsident Donald Trump wollte für den Tag der Veteranen am 10. November eine Militärparade. Das Pentagon sagte sie nun ab. Quelle: AP
Donald Trump

US-Präsident Donald Trump wollte für den Tag der Veteranen am 10. November eine Militärparade. Das Pentagon sagte sie nun ab.

(Foto: AP)

WashingtonDas US-Verteidigungsministerium hat die von Präsident Donald Trump gewünschte Militärparade im November abgesagt. Pentagon und Weißes Haus hätten vereinbart, ab nun sollten Möglichkeiten für eine Parade im kommenden Jahr besprochen werden, teilte Pentagonsprecher Rob Manning am Donnerstag (Ortszeit) mit.

Ursprünglich sei der 10. November 2018 als Datum vorgesehen gewesen. Dann wird in den USA der Tag der Veteranen gefeiert. Aus Kreisen des Pentagons war zuvor noch verlautet, die Militärparade werde rund 92 Millionen Dollar kosten. Das entsprach einem dreimal so hohen Wert wie in vorherigen Schätzungen.

Trump hatte die Parade bestellt, nachdem er im vergangenen Jahr an der Militärparade zum französischen Nationalfeiertag in Paris teilgenommen und sich anschließend begeistert gezeigt hatte. Einige Monate später sagte er, die USA müssten versuchen, die französische Parade zu toppen.

Zuvor hatten Gewährsmänner der US-Regierung erklärt, das Pentagon würde bei der Parade rund 50 Millionen Dollar für Ausrüstung, Personal und weitere Kostenpunkte ausgeben, während der Rest von anderen US-Behörden übernommen werden sollte. Das Haushaltsbüro des Weißen Hauses hatte die Kosten für die Parade gegenüber dem US-Kongress aber auf zehn bis 30 Millionen Dollar beziffert.

Pentagonchef James Mattis stellte solche Berichte am späten Donnerstag infrage. Er habe die angeblichen Schätzungen nicht selbst gesehen. Auf dem Weg nach Kolumbien sagte er, wer auch immer diese Zahlen an die Presse durchgestochen habe, müsse wohl „etwas geraucht haben, das in meinem (US-)Staat legal, aber verboten in den meisten anderen ist“. Damit spielte er auf Marihuana an, das in seiner Heimat Washington erlaubt ist.

Mattis sagte, die angeblichen 92 Millionen Dollar wolle er gar nicht erst mit einer Antwort würdigen, weil diese Summe anonym durchgestochen worden sei. Wer das dann noch in die Welt setze, so betonte Mattis an Journalisten gewandt, brauche bessere Quellen.

Bei der Parade war vorgesehen, Truppen aller fünf Teilstreitkräfte - Heer, Marine, Luftwaffe, Marineinfanterie und Küstenwache - zu präsentieren. Zudem sollten Uniformen früherer Zeiten in Erinnerung an die Geschichte der Nation vertreten sein. Geplant waren außerdem Überflüge von Militärmaschinen. Panzer, so ging aus einem Memo des Pentagons im März hervor, könnten nicht eingesetzt werden, weil diese möglicherweise die Straßen im Hauptstadtbezirk District of Columbia beschädigen könnten.

Der Veteranenverband American Legion reagierte am Donnerstag positiv auf die Absage der Parade. So sehr die Organisation auch begrüße, dass der Präsident die Unterstützung des Landes für die eigenen Truppen bekunden wolle - das Geld sei besser im Ministerium für Veteranenangelegenheiten aufgehoben. Damit könne den Soldaten und ihren Familien die bestmögliche Versorgung ermöglicht werden, sagte die Verbandsvorsitzende Denise Rohan.

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