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Persischer Golf Emirate melden Sabotage gegen Handelsschiffe – USA sprechen Warnung für Seefahrer aus

Die Emirate melden „staatsfeindliche Operationen“ gegen Handelsschiffe. Der Vorfall verschärft die ohnehin schon angespannte Lage in der Region.
Update: 13.05.2019 - 10:58 Uhr Kommentieren

Emirate melden Sabotage an vier Schiffen

Abu Dhabi, Dubai Vor der Ostküste der Vereinigten Arabischen Emirate hat es nach Angaben des Außenministeriums Sabotageversuche gegen vier kommerzielle Handelsschiffe aus verschiedenen Ländern gegeben. Dabei habe es sich am Sonntag um „staatsfeindliche Operationen“ in der Nähe des Hoheitsgebietes des Landes gehandelt.

Nach Angaben Saudi-Arabiens sind zwei saudische Öl-Tanker Ziel des Sabotageangriffs geworden. Dies sei ein Versuch, weltweit die Sicherheit von Öl-Lieferungen zu gefährden, erklärte der saudische Energieminister Khalid al-Falih am Montag laut der staatlichen Nachrichtenagentur SPA. Die Attacke habe schwere Schäden an den Schiffen verursacht.

Nun haben die USA eine neue Warnung für den Schiffsverkehr ausgegeben. Seefahrer sollten bei der Passage der Hafenstadt Fudschaira Vorsicht walten lassen, teilte die US-Verkehrsbehörde Maritime Administration am frühen Montagmorgen mit. Zudem verortete sie die Koordinaten der mutmaßlichen Sabotageakte im Norden von Fudschaira.

Details, etwa zu den Urhebern der mutmaßlichen Sabotageakte, nannte das Außenministerium der Emirate indes nicht. In einer Erklärung teilte die Behörde aber nach Angaben der Nachrichtenagentur mit: Es habe bei den Vorfällen in der Nähe des Emirats Fudschaira allerdings keine Opfer gegeben, auch seien weder Schadstoffe noch Treibstoff ausgetreten. Die betroffenen Schiffe stammten den Angaben zufolge aus unterschiedlichen Ländern. Die Umstände des Vorfalls würden nun untersucht, hieß es.

Führende arabische Staaten haben die gemeldeten Sabotageakte in der Nacht zum Montag verurteilt. Es handle sich um „Sabotage-Einsätze“, die Spannungen und Konflikte in der Region verschärfen würden, erklärte der Generalsekretär des Golfkooperationsrats, Abdul Latif Al-Sajani. Ägypten kritisierte „alle Handlungen, die der nationalen Sicherheit der VAE schaden würden“.

Ein iranischer Abgeordneter vermutet hinter dem Angriff eine gezielte ausländische Provokation. „Die Explosionen könnten von Saboteuren aus einem Drittstaat verübt worden sein, die Instabilität in der Region schüren wollen“, sagte Heshmatollah Falahatpisheh, Vorsitzender des Nationalen Sicherheitskomitees des iranischen Parlaments, nach Bericht der iranischen Nachrichtenagentur Irna.

Das Außenministerium in Kairo versicherte den Vereinigten Arabischen Emiraten die Solidarität der ägyptischen Regierung. Sie werde dem Land bei allen Herausforderungen beistehen, mit denen die VAE es vielleicht zu tun bekämen.

Spannungen zwischen Iran und den USA

In der Region haben die Spannungen angesichts des Konflikts zwischen dem Golf-Anrainerstaat Iran mit den USA zuletzt massiv zugenommen. Erst am Donnerstag hatten die USA gewarnt, dass der „Iran oder dessen Stellvertretermächte“ den Schiffsverkehr in der Region ins Visier nehmen könnten.

Die USA haben inzwischen ihre Militärpräsenz in der Region erhöht. Das Pentagon verlegte zuletzt den Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ und eine Bomberstaffel Richtung Iran und begründete dies damit, dass es Hinweise darauf habe, dass das Land Angriffe auf US-Truppen unternehmen könne. Am Freitag kündigte das Ministerium auch die Verlegung der „USS Arlington“ und eines Patriot-Systems in die Region an. Wie auch im Fall des Flugzeugträgers war die Verlegung der „USS Arlington“ schon länger geplant, wurde aber beschleunigt.

Die VAE zählen zu mehreren Staaten auf der Arabischen Halbinsel, die dem Golfkooperationsrat angehören. Auch Saudi-Arabien ist Mitglied der Organisation. Das Königreich ist Verbündeter der USA und Erzrivale des Iran, mit dem es um Einfluss in der Region ringt.

  • dpa
  • ap
  • rtr
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