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Peter Pilz Dieser Mann könnte Österreichs Kanzler zu Fall bringen

Der ehemalige Chef der österreichischen Grünen plant einen Misstrauensantrag gegen Bundeskanzler Sebastian Kurz. Ob der Sturz gelingt, ist jedoch ungewiss.
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Der Ex-Grünenchef sitzt heute als Abgeordneter für die linke Liste „Jetzt“ im österreichischen Nationalrat. Quelle: imago/Eibner Europa
Peter Pilz

Der Ex-Grünenchef sitzt heute als Abgeordneter für die linke Liste „Jetzt“ im österreichischen Nationalrat.

(Foto: imago/Eibner Europa)

Düsseldorf An Montag wird Peter Pilz wieder einmal das bekommen, was er am liebsten hat: Aufmerksamkeit. Denn der österreichische Nationalratsabgeordnete der linken Liste „Jetzt“ könnte als Kanzler-Sturzhelfer in die Geschichte der Alpenrepublik eingehen. Für Montag wird im Parlament in Wien ein Misstrauensvotum gegen Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) erwartet – mit Pilz als Antragsteller.

Schon als österreichischer Grünen-Chef wirbelte Pilz gerne politisch Staub auf. Der heute 65-Jährige kritisierte, für grüne Ohren ungewohnt, die Zuwanderung und den politischen Islam. Zum Bruch kam es endgültig, als er im Sommer 2017 beim Grünen-Parteitag einen Machtkampf um einen Listenplatz bei den anstehenden Parlamentswahlen verlor. „Vielen Dank. Auf Wiedersehen“, rief er den Delegierten damals zu – und versuchte es auf eigene Faust.

Mit Erfolg: Während die Grünen an der Vierprozenthürde scheiterten, zog die „Liste Peter Pilz“ (heute „Jetzt“) ins Parlament ein. Kurz darauf wurden Belästigungsvorwürfe gegen Pilz laut. Der Politiker verzichtete daraufhin auf sein Mandat, nur um dann 2018 doch in den Nationalrat zurückzukehren. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen inzwischen eingestellt.

Seither kämpft Pilz politisch unter anderem gegen die rechtspopulistische FPÖ. Bei einem Misstrauensvotum ist er jedoch auf Stimmen aller Fraktionen angewiesen auch aus dem rechten politischen Lager. Unklar ist außerdem, wie sich die Sozialdemokraten verhalten.

Mehr: Die Ibiza-Affäre hat das Ende der Regierung Kurz eingeleitet. Der Kanzler selbst könnte gestärkt daraus hervorgehen – auch, weil er Fehler eingesteht.

  • lab
  • dpa
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1 Kommentar zu "Peter Pilz: Dieser Mann könnte Österreichs Kanzler zu Fall bringen"

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  • Ich bin Schweizerin und habe aufmerksam die Abwahl von Sebastian Kurz verfolgt. Was Herr Pilz Peter von sich gab, war respektlos, ordinär, ganz einfach: unter jeder Sau. Wäre ich Hr Kurz, ich würde mir diesen Herrn nochmals zur Brust nehmen. Solche Menschen, wie Herr Pilz, haben im Parlament nichts mehr verloren, er ist ebenso eine Schande für Österreich. Unterste Schublade.

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