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Piräus Griechenland will Hafen doch verkaufen

Nun also doch: Ausländische Investoren sollen die Mehrheit an der Hafengesellschaft von Piräus übernehmen dürfen. Ganz vorne dabei: eine Unternehmensgruppe aus China. Eine Transaktion sei sogar in Kürze möglich, heißt es.
28.03.2015 - 12:50 Uhr Kommentieren
Die griechische Regierung ist nun doch bereit, die Mehrheit am Hafen von Piräus an ausländische Investoren zu verkaufen. Quelle: dpa

Die griechische Regierung ist nun doch bereit, die Mehrheit am Hafen von Piräus an ausländische Investoren zu verkaufen.

(Foto: dpa)

Shangai/Athen Damit hat das hoch verschuldete Land bei dem Privatisierungsprojekt eine Kehrtwende gemacht. Der stellvertretende griechische Ministerpräsident Yannis Dragasakis sagte am Samstag laut der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua, seine Regierung sei bereit, die Mehrheit an dem Hafen binnen Wochen zu verkaufen. Nach ihrem Amtsantritt hatte die neue Regierung unter Führung der linken Syriza-Partei im Januar noch erklärt, sie werde Schluss machen mit der Spar- und Privatisierungspolitik der Vorgängerregierungen. Stoppen wollte sie zunächst auch den Verkauf der Mehrheit von 67 Prozent am Hafen von Piräus. Auf der Fünfer-Liste der aussichtsreichen Bewerber für diese Beteiligung stand bis dato auch die chinesische Cosco Group.

Die Privatisierung des größten griechischen Hafens war eines der Vorhaben, zu denen sich die Regierung des damaligen Regierungschef Antonis Samaras im Gegenzug zu Finanzhilfen verpflichtet hatte. Dass die neue Regierung nun wieder darauf zurückkommt, hängt offenbar mit dem akute Finanzbedarf des Landes zusammen. Cosco und seine Mitbewerber seien eingeladen, ein wettbewerbsfähiges Angebot für den Hafen vorzulegen, sagte Dragasakis nach einem Bericht der chinesischen Agentur bei einem Besuch in der Volksrepublik. Die Transaktion könne dann in kurzer Zeit abgeschlossen werden. Der Politiker signalisierte, dass sich das chinesische Unternehmen Hoffnungen auf das Geschäft machen kann.

Die griechische Regierung hat am Freitag ihr angemahntes Reformpaket bei den Institutionen der früheren Troika eingereicht. Deren positives Votum dazu könnte einen entscheidenden Schritt bedeuten, um für das von der Pleite bedrohte Land kurzfristig Hilfsgelder von 7,2 Milliarden Euro freizumachen.

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