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Piraten lassen Tanker frei „Sie legten Messer an unsere Kehlen“

Das am 2. Oktober verschwundene vietnamesische Frachtschiff „Sunrise 689“ wurde offenbar von Piraten entführt. Nach Angaben der Besatzung haben die Männer den Treibstoff des Schiffes abgezapft und es wieder freigelassen.
09.10.2014 - 11:00 Uhr Kommentieren
Auch deutsche Frachtschiffe wie die Hansa Stavanger haben Piraten bereits entführt. Quelle: dpa

Auch deutsche Frachtschiffe wie die Hansa Stavanger haben Piraten bereits entführt.

(Foto: dpa)

Hanoi Der seit einer Woche in Südostasien vermisste Tanker aus Vietnam ist nach Angaben eines Besatzungsmitglieds von Piraten entführt und wieder freigelassen worden. Der stellvertretende Kapitän der „Sunrise 689“, Pham Van Hoang, berichtete am Donnerstag telefonisch, dass mehr als zehn Männer mit Schusswaffen und Messern das Schiff kurz nach der Abfahrt in Singapur am 2. Oktober gekapert hätten.

Die mutmaßlich aus Indonesien stammenden Piraten hätten mit zwei Schnellbooten an den Tanker angelegt, ehe sie die Kommunikations- und Navigationssysteme des Schiffes zerstört und die 18 vietnamesischen Crewmitglieder in einen Raum gesperrt hätten.

„Sie legten ihre Messer an unsere Kehlen und drohten damit, uns zu töten, wenn wir uns zur Wehr setzten“, sagte Hoang. Ein Mitglied der Besatzung sei bei einem Fluchtversuch gestürzt und habe sich ein Bein gebrochen.

Anschließend hätten die Piraten Treibstoff von dem Tanker in ihre Fahrzeuge abgepumpt, den der Tanker in Mengen geladen hatte, berichtete Hoang. Am Donnerstag wurden sie dann freigelassen und befänden sich nunmehr rund 150 Kilometer vor der Südküste Vietnams. Um ihre Position zu bestimmen, hätten sie ein Fischerboot stoppen müssen, das ihnen weiterhalf.

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    Der Piratenangriff war laut Behördenangaben der zwölfte derartige Fall seit April in Südostasien. In der Region seien meistens Tanker entführt und später wieder freigegeben worden, nachdem ihre Fracht gestohlen worden war, sagte Noel Choong vom für Piratenangriffen zuständigen Zentrum des International Maritime Bureau (IMB).

    • ap
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