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Polizei Britin an Nowitschok-Vergiftung gestorben

Die im südenglischen Amesbury mit dem Nervengift Nowitschok in Kontakt gekommene Frau ist tot. Die britische Polizei hat Mordermittlungen aufgenommen.
08.07.2018 Update: 09.07.2018 - 14:16 Uhr 1 Kommentar
Ein 45-Jähriger, der dem Gift am 30. Juni ebenfalls ausgesetzt war, befindet sich weiter im kritischen Zustand. Quelle: AFP
Salisbury

Ein 45-Jähriger, der dem Gift am 30. Juni ebenfalls ausgesetzt war, befindet sich weiter im kritischen Zustand.

(Foto: AFP)

London Die vergangene Woche mit einer Nowitschok-Vergiftung ins Krankenhaus eingelieferte Britin ist gestorben. Das teilte Scotland Yard am Sonntagabend mit. Die Polizei ermittelt nun wegen Mordes. Die britische Premierministerin Theresa May zeigte sich betroffen. „Ich bin entsetzt und geschockt“, sagte sie einer Mitteilung zufolge. „Polizei und Sicherheitskräfte arbeiten mit Nachdruck, um die Fakten in dem Fall zu klären, der nun als Mord behandelt wird.“

Die Polizei geht davon aus, dass die beiden einen Behälter mit dem Nervengift berührt haben müssen. Die Dosis des Kampfstoffes sei sehr hoch gewesen, teilte Scotland Yard am Montag in London mit.

Die 44-jährige Frau aus Amesbury und ihr 45-jähriger Lebensgefährte waren am Samstag vor einer Woche mit Vergiftungserscheinungen ins Salisbury District Hospital eingeliefert worden. Sie hinterlässt drei Kinder. Der Mann ist weiter in einem kritischen Zustand, wie ein Polizeisprecher sagte.

Die Ermittler gehen davon aus, dass das Paar versehentlich mit dem tödlichen Nervengift in Berührung gekommen war. Das Paar aus Amesbury könnte demnach etwa ein Fläschchen oder eine Injektionsspritze mit Resten des Gifts gefunden haben, das beim Attentat auf die Skripals verwendet wurde. Britische Medien berichteten, dass beide Drogenkonsumenten seien.

Britin stirbt nach Nowitschok-Vergiftung – Polizei ermittelt wegen Mordes

Der Fall des Paares hatte in Salisbury und im benachbarten Amesbury neue Sorgen in der Bevölkerung ausgelöst. Die Polizei sperrte sechs Areale in Amesbury und Salisbury ab, in denen sich das Paar kurz vor den ersten Symptomen aufhielt. Dazu zählen eine Apotheke, eine Kirche und das Wohnhaus des 45-Jährigen. Das Hostel, in dem seine Freundin lebte, wurde evakuiert.

Der ehemalige russische Doppelagent Sergej Skripal (67) und seine Tochter Julia (33) waren vor vier Monaten bewusstlos auf einer Parkbank im benachbarten Salisbury entdeckt worden. Sie entkamen nur knapp dem Tod und leben inzwischen an einem geheimen Ort. Sie wurden ebenfalls im Salisbury District Hospital behandelt.

Mehr als 100 Polizisten waren bislang im Einsatz, um den Gegenstand zu finden, über den das Paar vermutlich mit Nowitschok in Kontakt kam. Antiterrorermittler werten Material aus, um festzustellen, wo sich das Paar vor der mutmaßlichen Vergiftung befand und was es unternahm. Die Behörden rechnen mit wochen- oder monatelangen Ermittlungen.

  • dpa
  • ap
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1 Kommentar zu "Polizei: Britin an Nowitschok-Vergiftung gestorben"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wie steht es denn mit Ermittlungen wegen Mordversuch an dem russischen Ex-Spion und
    seiner Tochter? Scotland Yard hat doch eine gute Aufklaerungsquote. Oder wurden die
    garnicht erst eingeschaltet?

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