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Populistische Regierung Italiens neuer Finanzminister Tria schließt Euro-Austritt aus

Während der Koalitionsverhandlungen war die Sorge groß, Italien könne aus dem Euro austreten. Der neue Finanzminister Tria bezieht nun Stellung.
Update: 10.06.2018 - 14:18 Uhr Kommentieren
„Die Regierung ist entschlossen, auf alle Fälle zu verhindern, dass am Markt Bedingungen entstehen, die zu einem Austritt führen würden.“ Quelle: Reuters
Giovanni Tria

„Die Regierung ist entschlossen, auf alle Fälle zu verhindern, dass am Markt Bedingungen entstehen, die zu einem Austritt führen würden.“

(Foto: Reuters)

RomDie neue italienische Regierung will nach den Worten von Finanzminister Giovanni Tria die Schulden senken und nicht aus dem Euro aussteigen. Die Koalition wolle das Wachstum durch Investitionen und Strukturreformen ankurbeln und nicht durch eine Erhöhung der Schulden, sagte Tria dem „Corriere della Sera" am Sonntag in seinem ersten Interview seit dem Amtsantritt.

„Unser Ziel ist es, Wachstum und Beschäftigung zu steigern. Aber wir wollen das Wachstum nicht durch schuldenfinanzierte Ausgaben in die Höhe treiben.“ Er stellte sich auch hinter den Euro. „Die Haltung der Regierung ist klar und untereinander abgestimmt. Ein Austritt aus dem Euro steht nicht zur Debatte.“ Die Regierung werde sich so verhalten, dass sie nicht einmal in die Nähe einer Lage gerate, wo die Mitgliedschaft im Euro infrage gestellt werden könnte.

Im September werde er neue Wirtschaftsprognosen und auch neue Ziele der Regierung vorstellen, kündigte Tria an. Die bisherigen Ziele zur Absenkung der Schulden in den Jahren 2018 und 2019 sollten erfüllt werden. Italien hat einen Schuldenberg von rund 130 Prozent der Wirtschaftsleistung angehäuft.

Die populistischen Parteien 5 Sterne und Lega, die die neue Regierung stellen, hatten erklärt, mit der EU über eine Lockerung der Defizitregeln verhandeln zu wollen. Der neue Ministerpräsident Giuseppe Conte kündigte zum Auftakt seiner Amtszeit an, die öffentlichen Ausgaben zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstums steigern zu wollen.

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  • dpa
  • rtr
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