Portugal-Hilfen Finnland kündigt rasche Entscheidung an

Nach der Wahl in Finnland hat der designierte Ministerpräsident Katainen eine schnelle Entscheidung über die EU-Hilfen für Portugal angekündigt. Bei der Wahl hatten vor allem die Gegner der Finanzhilfen punkten können.
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Jyrki Katainen will eine schnelle Entscheidung in der Portugal-Frage. Quelle: dapd

Jyrki Katainen will eine schnelle Entscheidung in der Portugal-Frage.

(Foto: dapd)

HelsinkiDer künftige finnische Ministerpräsident Jyrki Katainen hat eine Entscheidung Finnlands über eine Unterstützung der EU-Hilfen für Portugal binnen fünf Tagen angekündigt. Ein Beschluss müsse innerhalb von Tagen „zählbar an einer Hand“ gefällt werden, sagte Wahlsieger Katainen am Freitag dem TV-Sender YLE. Bei den Wahlen hatten die Gegner der Finanzhilfen, die Partei „Wahre Finnen“, enormen Zuspruch erhalten. Sie werden wohl in der künftigen Regierung vertreten sein. In Europa wuchs die Sorge, dass es dadurch zu Problemen bei der Gewährung der Hilfen für das schuldengeplagte Portugal kommen könnte. Das Hilfspaket könnte ein Volumen von etwa 80 Milliarden Euro haben. In Finnland muss das Parlament den Hilfen zustimmen.

In der kommenden Woche beginnen die Koalitionsverhandlungen zwischen Katainens konservativer Nationalpartei, den Wahren Finnen und den Sozialdemokraten.

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15 Kommentare zu "Portugal-Hilfen: Finnland kündigt rasche Entscheidung an"

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  • Machen kann man schon was. Z.B. samstags an den Anti-Rettungsschirm-Aktionen in Berlin oder Frankfurt teilnehmen:

    http://www.anti-euro-rettungsschirm-protest-demo.de/
    http://www.parteidervernunft.de/euro/rettungspakete/demo

    Weil ich zu weit entfernt wohne habe ich die Organisatoren wenigstens durch eine kleine Spende unterstützt.

    Dasselbe gilt für den starken Einsatz von Prof. Hankel und es gibt z.B. auch eine DVD zur Aktionskonferenz "Der Euro vor dem Zusammenbruch" mit deren Kauf man die Organisatoren unterstützen kann. Die Konferenz fand im Sept. 2010 statt und wurde leider von den Medien totgeschwiegen.

  • Alles nur bla.bla !

    Und keiner macht was !

    Typisch deutsch !

  • Dann hoffen wir mal alle, daß wenigstens eine demokratische Abstimmung in Finnland den Wählerwillen zum Ausdruck bringt. In der BRD wird der "Bürger" - der - der bürgt, ja nicht mehr gefragt!

  • Die Finnen stehen hoffentlich zu ihrem Wahlversprechen. Je länger der Konkurs der PIIGS verschleppt wird, desto schlimmer wird das für den Rest der Euro-Gläubigen.
    Also Suomi, auf geht´s, uns hat ja keiner gefragt, wenn wir die Chance bekommen wird es wohl zu spät sein.

  • Wie das Experiment EURO für Deutschland ausgeht, zeigt ein ganz simples Rechenbeispiel:
    Die Gesamtschulden aller EURO Staaten betrugen Ende 2010 ca. 8 Bio € mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate der letzten drei Jahre von ca. 10% p.a., das BIP in den Staaten betrug Ende 2010 9.2 Bio € mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 2%. Die Staatseinnahmen, die die Zinsen zu tragen haben lagen Ende 2010 bei 44,4% des BIP.
    Der aktuelle Durchschnittszins aller EURO Schulden beträgt zur Zeit 3.5%, die Prognose für die nächsten Jahre ist schwierig, da man davon ausgehen kann, dass ein grösseres Schuldenvolumen - quasi auf alle EURO Staaten verteilt (darauf zielen die jetzigen Massnahmen wie ESM) - einen erheblich höheren Zins für alle, auch Deutschland, bringt. Ab Ende 2012 nach weiteren Zinsschritten der EZB (Prognose bis 2.5%) könnte der Zins in der EURO Zone ungemütliche 6.5% betragen.
    Selbst wenn man am unwahrscheinlichen Wachstum von 2% und dem Anteil der Staatseinnahmen von 44,4% festhält, steigt die Zinsbelastung 2013 auf 15% der Einnahmen, die Schuldenquote aller EUO Länder liegt dann bei 107%. Dann tritt eine Beschleunigung von Schuldenquote und Zinsbelastung auf, bereits 4 Jahre später ist die Schuldenquote auf 150%, die Zinsbelastung 21%.
    Der nach Konsens bedrohliche 30% Anteil der Zinslast an den Einnahmen tritt spätestens in zehn Jahren, im Jahr 2021, auf. Ob es dann den EURO noch gibt, die Reformen in Griechenland, Irland und Portugal aus diesen Ländern prosperierende Volkswirtschaften gemacht haben und für Deutschland die Rechnung billiger wird, als heute auszusteigen, ist zu bezweifeln.

  • Frederick Forsyth in einem Brief an Helmut Kohl, 1997:

    „Frankreich, Spanien, Italien – alle tun es: Sie frisieren ihre Bücher auf eine Weise, die bei Privatleuten sofort das Betrugsdezernat auf den Plan rufen würde. Sie wissen das alle, Herr Kanzler, auch wenn Ihr Volk es nicht weiß.”
    ...
    “Daher sage ich Ihnen dies als Brite, der Deutschland weder verachtet noch fürchtet. Die Deutschen prosperierten schon einmal, in der Zeit des Wirtschaftswunders. Damals haben sie getan, was sie am besten können, auf deutsche Art und Weise. Die besten Ingenieure, die besten Arbeiter, die besten Industriellen. Doch seit Sie damit begonnen haben, nach der Pfeife der Brüsseler Kommission zu tanzen, sind die Dinge für Ihr Volk schiefgelaufen.”
    ...
    „Kehren Sie wieder auf den alten Weg zurück, Herr Kanzler. Die Deutschen sollten wieder Deutsche sein, nicht Zahlmeister der Schulden halb Europas für Ihr Streben nach einem bismarckschen Traum.“

  • Wir haben das auch uns selbst zu verdanken, weil wir uns dagegen nie selbst organsiert und uns lautstark und unüberhörbar zu Wort gemeldet haben, wie es z. B. die Leute für K21 gegen S21 getan haben! Es sind die Kleingeister und die Bequemen, mit denen eine solche "Politik" druchsetzbar ist!

  • Tote Hennen legen keine Eier mehr, auch wenn das viele noch glauben, wie z. B. der gute Herr Andre.

  • Wir müssen die demokartischen Mitentscheidungswege unseres Volkes einfordern und stärken! Organsiert Euch!

  • An Andre:
    Sie verbreiten den Offizial-Sprech zum Totalen Euro. Ihre Worte haben sie teils 1:1 vom griechischen Ministerpräsidenten entliehen, den Rest aus dem Bundespresseamt. Das sind die gleichen Durchhalteparolen, wie wir Deutsche sie seit einigen Jahrzehnten restlos leid sind.

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