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Präsident übernimmt sein Amt Irans konservative Kräfte kontrollieren alle Verfassungsorgane

Mahmud Ahmadinedschad, neuer Präsident Irans, hat am Mittwoch sein Amt übernommen. Das geistliche Oberhaupt des islamischen Landes, Ajatollah Ali Chamenei, bestätigte den 48-jährigen konservativen Politiker bei einer Zeremonie für den scheidenden Präsidenten Mohammed Chatami.

HB TEHERAN. Begleitet wird die Amtsübernahme vom internationalen Streit über das iranische Atomprogramm.

Ahmadinedschad hatte die Präsidentschaftswahl im Juni mit großer Mehrheit gewonnen. Er wurde vor allem von den armen Gläubigen des Landes unterstützt. Der ehemalige Bürgermeister von Teheran hatte sich im Wahlkampf den Werten der Revolution verschrieben und angekündigt, die Öl-Industrie von ihren kriminellen Strukturen zu befreien.

Die USA werfen dem Land vor, hinter ihrem zivilen Atomprogramm ein Waffenprogramm zu verbergen. Vermittlungsversuche der Europäischen Union (EU) blieben bislang erfolglos. Der Iran hat vielmehr angekündigt, bislang ausgesetzte nukleare Aktivitäten wieder aufzunehmen.

Durch die Wahl Ahmadinedschads haben die konservativen Kräfte die Kontrolle über alle zentralen Verfassungsorgane in dem Religionsstaat erlangt. Die reformorientierten Kandidaten waren entweder in der erste Runde ausgeschieden oder gar nicht erst zur Wahl zugelassen worden.

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