Präsidentenwahl in Rumänien Ein Polit-Krimi steht vor der Auflösung

Die Zeichen stehen auf Wandel. Für die Stichwahl der Präsidentenwahl in Rumänien an diesem Sonntag zeichnet sich ein Kurswechsel für das Land ab: Oppositionsführer Mircea Geoana dürfte mit Unterstützung der Liberalen den bisherigen konservativen Amtsinhaber Traian Basescu als Staatschef ablösen.
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Der sozialdemokratische Oppositionsführer Mircea Geoana löst voraussichtlich den konservativen Amtsinhaber Traian Basescu als Staatschef ab. Quelle: dpa

Der sozialdemokratische Oppositionsführer Mircea Geoana löst voraussichtlich den konservativen Amtsinhaber Traian Basescu als Staatschef ab.

(Foto: dpa)

BUKAREST. Das tiefgespaltene Schwarzmeerland braucht nun vor allem wieder politische Stabilität, um die heftigen Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu überwinden. Und auch der Internationale Währungsfonds (IWF) ist erst nach dem Ende des politischen Zwistes und der Durchführung tiefgreifender Reformen zur Auszahlung einer weiteren Tranche eines 20-Milliarden-Euro-Stützungskredits bereit.

Zwar hatte Basescu im ersten Wahlgang 32,4 Prozent der Stimmen erhalten und Geoana nur 31,1 Prozent. Doch der sozialdemokratische Vorsitzende des Senats wird unterstützt von den Liberalen, deren Vorsitzender Crin Antonescu am 22. November 20 Prozent geholt hatte. Auch die ungarische Minderheit unterstützt den früheren rumänischen Botschafter in den USA. Und in der letzten Umfrage vor der Wahl hatte Geoana mit 54 Prozent die Nase vorn.

Bedingung für die Unterstützung in der Stichwahl war Geoanas Zusage, nach seinem Wahlsieg keinen Sozialdemokraten zum Regierungschef zu machen, sondern den unabhängigen Bürgermeister von Hermannstadt (Sibiu), Klaus Johannis. Damit würde erstmals ein Rumäniendeutscher Premierminister in dem Balkanland.

Die Sozialdemokraten, die kurz vor dem ersten Wahlgang aus der Koalition mit den Basescu unterstützenden Liberaldemokraten ausgestiegen waren, haben zusammen mit den Liberalen und der ungarischen Minderheit eine klare Mehrheit in beiden Parlamentskammern. Sollte Basescu gewinnen und einen Parteifreund zum Premier vorschlagen, den die Abgeordneten aber mehrheitlich ablehnen, könnte das Parlament aufgelöst und Neuwahlen erzwungen werden.

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5 Kommentare zu "Präsidentenwahl in Rumänien: Ein Polit-Krimi steht vor der Auflösung"

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  • Das Land zwischen Donau und Schwarzem Meer ...
    Genau dort liegen ein paar Quadratkilometer balkan.
    Wenigstens lt. geographischer Definition.

  • wer es noch nicht weiß die Partei was Mircea Geoana angehört ist eigentlich die alte kommunistische Partei über 95% der Leute dort sind alte Kommunisten/Geheimdienstler/Moskausklaven etc.Die Leute die , den Mann wählen sollen sich schämen dass sie dieser Leute auch noch helfen da oben zu bleiben und damit zeigen die nur dass in 1989 die Menschen umsonst gestorben sind.

  • ich wähle bäsescu weil die komunisten sind mit Geoana und es reicht

  • Ja ich würde auch dem Mircea Geoana wählen und ein
    Rumäniendeutscher Premierminister zu haben.
    Der Klaus Johannis hat ein gute Ruf in Rumänien!
    Grüsse aus bukarest.

  • konservative vs. linke? dass ich nicht lache..

    http://www.edelman.at/2009/12/rumanien-zwischen-pestcholera-und.html

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