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Tom Steyer

Steyer wurde in New York geboren, studierte in Yale und unterstützt die US-Demokraten seit Langem.

(Foto: AP)

Präsidentschaftswahl 2020 US-Milliardär Tom Steyer will Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten werden

Das Kandidatenfeld der US-Demokraten für die Präsidentschaftswahl ist unübersichtlich. Mit Steyer kommt ein weiterer Trump-Kritiker als Bewerber hinzu.
Update: 09.07.2019 - 15:24 Uhr Kommentieren

Düsseldorf Die „Washington Post“ versuchte es am Montag mit einem Appell. „Lieber Tom Steyer, kandidiere nicht als Präsident“, schrieb die Zeitung in einem Kommentar an den Fondsmanager gerichtet. „Das Letzte, was wir brauchen, ist ein weiterer Milliardär, der glaubt, dass er eine Amtszeit im Weißen Haus verdient.“

Doch auch diese Zeilen konnten Steyer nicht mehr von seinem Vorhaben abhalten. Steyer soll Mitarbeitern in San Francisco vor einigen Tagen mitgeteilt haben, dass er eine Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl im Jahr 2020 plane. Am Dienstagnachmittag deutscher Zeit war es dann so weit. Er postete mehrere Tweets, in denen er gegen Trump feuerte, bis er letztlich ein Video mit der Überschrift „Es ist wahr. Ich kandidiere für das Amt als US-Präsident“ postete.

Steyer ist in New York geboren und arbeitete als Banker für Morgen Stanley und Goldman Sachs. Er ist Gründer des Hedgefonds Farallon Capital. Forbes schätzte das Nettovermögen des 62-Jährigen in diesem Jahr auf 1,6 Milliarden US-Dollar. Er betätigt sich bereits seit längerem politisch, vor allem setzt er sich für Umweltthemen ein. 2004 unterstützte er den demokratischen Präsidentschaftskandidat John Kerry. Im Jahr 2013 gründete er die Organisation „Next Generation Climate“.

Bereits in der Vergangenheit hatte es Spekulationen über eine mögliche Bewerbung Steyers für das Weiße Haus gegeben. Im Januar erklärte dieser schließlich, dass er nicht gegen Trump antreten werde. „Ich werde momentan nicht als Präsident kandidieren“, sagte Steyer, fügte aber hinzu: „Ich werde 100 Prozent meiner Zeit damit verbringen, diesen Präsidenten anzuklagen und zu entfernen.“

Laut CNN soll Steyer bereits im Juni mit den Vorbereitungen einer Kandidatur begonnen haben. Steyer, der in San Francisco lebt, engagierte sich zuletzt bereits aktiv gegen US-Präsident Donald Trump, unter anderem mit der von ihm 2017 gegründeten und finanzierten Organisation „Need to Impeach“. In TV-Spots forderte Steyer den US-Kongress wiederholt zu einem Amtsenthebungsverfahren auf.

„Wir arbeiten daran, dass jede Familie die Vorteile wirtschaftlicher Möglichkeiten, Bildung und eines gesunden Klimas nutzt“, so beschreibt Steyer seinen politischen Auftrag in seinem Twitter-Profil. Über die sozialen Netzwerke setzt er fast täglich neue kritische Äußerungen gegen Trump ab. „Wir haben Donald Trump einmal unterschätzt. Wir dürfen es nicht noch einmal tun. (…) Ja, er ist ein Rassist. Ja, er ist ein Lügner. Nichts davon hat ihn aufgehalten“, twitterte er am Montag.

Das Bewerberfeld der US-Demokraten ist groß. Er ist einer von mehr als 20 Personen, die bisher ihre Kandidatur bekannt gegeben haben. Ende Juni trafen sich die Bewerber zu einer TV-Debatte. Laut aktuellen Umfragen hat der frühere US-Außenminister Joe Biden die besten Chancen bei den Demokraten.

Die Präsidentschaftswahl findet am 3. November 2020 statt. Die Vorwahlen, bei denen der Herausforderer für Trump bestimmt wird, starten im Februar im Bundesstaat Iowa. Laut Bloomberg hat Steyer dort bisher mehr Geld für Fernsehkampagnen ausgegeben als alle anderen Kandidaten der US-Demokraten zusammen.

Mehr: So lief die erste TV-Debatte der Demokraten. Lesen Sie die Analyse unserer US-Korrespondentin Annett Meiritz.

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