Präsidentschaftswahl Irans letzte Chance

Da sich die Konservativen bekriegen, hofft ein gemäßigter Kandidat, die Präsidentenwahl in Iran zu gewinnen. Die Chancen sind sehr gering - aber einen Kurswechsel hätte das Land bitter nötig. Es ist praktisch bankrott.
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Mohammed Bagher Ghalibaf in Teheran: Er ist einer von zwei konservativen Kandidaten. Quelle: ap

Mohammed Bagher Ghalibaf in Teheran: Er ist einer von zwei konservativen Kandidaten.

(Foto: ap)

KairoWirklich etwas zu bieten hatte keiner der versammelten iranischen Präsidentschaftskandidaten. Ratlosigkeit und leere Worte dominierten, als die Bewerber im Wahlkampf vier Stunden lang im Fernsehen über die Wirtschaftskrise im Land debattierten. Blumig schwärmten Hardliner wie Atomunterhändler Said Dschalili von einer neuen „Wirtschaftspolitik des Widerstands“. Der moderate Kandidat Hassan Rowhani versprach der Bevölkerung, er werde sich als Präsident ihrer Sorgen annehmen, ohne zu sagen, was er tun will. Denn wie bedrohlich die Probleme wirklich sind, versucht der Iran seit Jahren zu verschleiern.

Die einheimischen Medien wurden streng vergattert, nicht über die Wirkungen der Sanktionen zu berichten und kein negatives Klima zu verbreiten. In Wirklichkeit aber geht es seit dem von Amerika und Europa organisierten Boykott von Ölimporten und Finanztransfers in allen Bereichen rapide bergab.

Nach internen Dokumenten, die die iranische Oppositionsgruppe „Grüne Welle“ in Paris diese Woche veröffentlichte, ist die Islamische Republik praktisch bankrott, und das Regime plant ein ganzes Bündel drastischer Einschnitte für die Bevölkerung. Aber erst nach der Wahl.

Sechs Kandidaten kämpfen an diesem Freitag um die Nachfolge von Mahmud Ahmadinedschad als Präsident. Dabei wird ein Vierkampf zwischen den beiden Konservativen Ali-Akbar Welajati und Mohammed Bagher Ghalibaf, dem Hardliner Said Dschalili und dem Kandidaten des Reformerlagers, Hassan Rowhani, erwartet. Keiner von ihnen will einen abrupten Kurswechsel im Atomstreit mit dem Westen. Den beiden unabhängigen Bewerbern werden keine Chancen eingeräumt.

Trotz Absprachen gab es bei den Konservativen bis zum Ende des Wahlkampfes keinen Konsens. Daher könnten sich der ehemalige Außenminister Welajati und Teherans Bürgermeister Ghalibaf gegenseitig die Stimmen wegnehmen. Damit steigen die Chancen des Moderaten Rowhani. Allerdings: wenn keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit bekommt, wird es eine Woche später eine Stichwahl geben. Und sollte es Rowhani bis dahin schaffen, müsste er den verbliebenden Vertreter der Konservativen schlagen. Kaum zu glaube, dass ihm das gelingt - zumal eine Manipulation der Wahl alles andere als ausgeschlossen ist.

Kaum Hoffnung auf Wandel im Staat der Mullahs

Der Favorit - die schlechteste Option für den Westen
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10 Kommentare zu "Präsidentschaftswahl: Irans letzte Chance"

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  • Keine Macht den Drohnen.

    http://iDrone.urlto.name

  • Man könnte eine Börse für Produkte aus Einkaüfen mittels Lebenmittelgutscheinen - ohen Alkohol - vom Jobcenter aufmachen. So könnten Großabnehmer wie Restaurants billig an Zutaten kommen.

    Ist "www.schwarzmarkt.de" schon weg?

    http://bge.urlto.name

  • Lieber ein Leben unter einer israelisch/amerikanischen Diktatur als in einer relegiösen iranischen "Demokratie".

  • Der Besitz von Bomben und Raketen ist vielleicht nicht verwerflich macht aber nicht satt.
    Ganz recht das ich hungere warum schenkt mir denn niemand diesen Unsinn.
    "Eine Armee ist eine Ansammlung von Nichtproduzenten, die alles vernichten was einen Angriffn auf ein Land lohnenswert macht".

  • *gähn* klar doch, bevor der achso böse Westen ins Paradies eingebrochen ist, herrschte überall Friede, Freude, Eierkuchen .. Ihre erbärmlichen Einlassungen sind einfach nur reaktionsunwürdig: leider kommt Ihnen im bitterbösen Westen eben nicht die gleiche Behandlung zuteil wie "Freidenkern" im religionspolizeilichen Iran! Sie erweisen sie der hiesigen (Meinungs-)Freiheit als unwürdig, da Sie sie dazu missbrauchen, für Regime und Kulturen zu werben, die diese Freiheit unterdrücken!

    Im übrigen schlafe ich viel ruhiger in dem Wissen um isaelische Atomwaffen - statt Atomwaffen in der Hand von tyrannisch-apokalyptischen Islamisten .. genauso wie ich ruhiger schlafe in einem Passagierflugzeut mit westlichen Piloten - statt von islamofaschistischen Attentätern gehijackt!

  • @Freidenker

    "Die Wirtschaft liegt am Boden - eine Folge der Sanktionen. Das trifft vor allem die Schwächsten: Medikamente sind unbezahlbar."

    Irgendwann werden "die Schwächsten" reagieren.

    Denn auch ihnen muß klar sein, daß religöse Gängelung und Atomprogramme sie nicht satt und gesund machen.

  • Iran hat halt aus der Vergangenheit gelernt, mehrmahl wurde es von westlichen Mächten "befreit".... Das iranische Volk wurde von Souveräität und Teilhabe am Ölreichtum "befreit".. So siehts aus.

    Und dem nun einmal vorzubeugen, bedarf es nun mal "Bomben" und "Raketen"

  • das gleich wurde uns auch über rußland erzählt ,wenig später über china

    wer im glashaus sitzt sollte nicht mit steinen werfen.

    hier im HB wird doch täglich mit dem untergang des abendlandes gedroht,wenn die EZB keine stattsanleihen kauft

  • Zum bombenbauen und für Raketen der revolutionären Garden reichts aber. Daran hat bestimmt auch der westen und die USA schuld

  • Das Land ist deshalb auch bankrott, weil der Westen, die EU in der Springer das Sagen hat! es gezielt aushungert und boykottiert!! Und das alles wegen dem Öl!!

    Die USA hatte einst das Land gestürzt und eine Marionette installiert. Davor ging es allen Iranern gut! Man muß sich nur mal mit Leuten aus dem Iran unterhalten.

    Der Westen kotzt einen nur noch an!! Und das HB sollte mal besser recherieren!

    Die Wirtschaft liegt am Boden - eine Folge der Sanktionen. Das trifft vor allem die Schwächsten: Medikamente sind unbezahlbar.

    http://www.tagesschau.de/ausland/iran-sanktionen100.html

    Die Superreichen wollen Krieg! Da sie ja meinen der Planet habe zuviel Bevölkerung. Dabei gehts nur um Rohstoffe und Profit!! Der Iran hat, wenn überhaupt Atomwaffen, wahrscheinlich weniger als Israel! Die größte Bedrohung geht von Isreal aus. Auch wenn das keiner hören will.

    Der entfesselte Kapitalismus mit seinem Raubbau an Mensch und Natur wird den Planeten und die Menschheit vernichten.

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