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Pressefreiheit Mitarbeiterin von Bloomberg in China festgenommen

Chinesische Journalisten dürfen nicht für ausländische Medien arbeiten. Der Mitarbeiterin wird nun die Gefährdung der nationalen Sicherheit vorgeworfen.
11.12.2020 - 11:50 Uhr Kommentieren
China gehört laut Reporter ohne Grenzen zu den Staaten mit den meisten inhaftierten Journalisten. Quelle: Reuters
Pressefreiheit in China

China gehört laut Reporter ohne Grenzen zu den Staaten mit den meisten inhaftierten Journalisten.

(Foto: Reuters)

Peking Eine chinesische Mitarbeiterin der amerikanischen Nachrichtenagentur Bloomberg ist in Peking festgenommen worden. Wie Bloomberg am Freitag berichtete, wurde die Mitarbeiterin Haze Fan wegen des Verdachts auf Gefährdung der nationalen Sicherheit festgenommen. Sie habe zuletzt am Montag in Kontakt mit ihrem Büro gestanden, bevor sie von Männern in Zivilkleidung aus ihrer Pekinger Wohnung geführt wurde.

„Wir sind sehr besorgt um sie und haben aktiv mit den chinesischen Behörden gesprochen, um die Situation besser zu verstehen. Wir tun weiterhin alles, um sie zu unterstützen, während wir nach weiteren Informationen suchen“, wurde ein Bloomberg-Sprecher zitiert.

Chinesische Staatsbürger dürfen in China nicht als Journalisten für ausländische Medien arbeiten. Sie sind in der Regel als Mitarbeiter tätig, die etwa bei der Recherche helfen.

China gehört laut der Organisation Reporter ohne Grenzen zu den Ländern mit den meisten inhaftierten Journalisten und Bloggern. In der Rangliste zur globalen Pressefreiheit liegt das Land auf einem der hintersten Plätze.

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    Immer wieder gab es Fälle, in denen ausländische Journalisten wegen kritischer Berichterstattung ausgewiesen wurden oder um die Verlängerung ihres Visums bangen mussten. Eine chinesische Mitarbeiterin der deutschen Wochenzeitung „Die Zeit“ saß seit 2014 in China für neun Monate in Haft.

    Mehr: „Repression, Überwachung und Masseninternierungen“: Berlin kritisiert Peking ungewohnt scharf

    • dpa
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