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Pressestimmen So bewerten US-Medien Trumps Zoll-Entscheidung

EU-Staaten sind sicherlich erleichtert über die Verlängerung der Schonfrist, meint die US-Presse. Doch die andauernde Ungewissheit belaste die Weltwirtschaft enorm.
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Donald Trump stellt die Handelsbeziehungen der USA mit mehr als einem Dutzend Länder auf den Kopf, schreiben US-Medien. Quelle: Reuters
New York Times

Donald Trump stellt die Handelsbeziehungen der USA mit mehr als einem Dutzend Länder auf den Kopf, schreiben US-Medien.

(Foto: Reuters)

New YorkUS-Präsident Donald Trump verschont die Europäische Union und weitere Länder bis zum 1. Juni von Strafzöllen auf Stahl und Aluminium.

Seine Entscheidung könnte jedoch die Kritik anheizen, dass Trump mehr „Bellen als Biss“ ist, schreibt die „New York Times“. Die großen Verbündeten der USA sind sicherlich erleichtert, meint das US-Blatt. Doch für die Europäische Union sei das nicht genug. „Die vorübergehende Verlängerung dürfte der Europäischen Union nicht genügen, deren Entscheidungsträger erklärt haben, dass sie nicht unter Drohungen verhandeln wollen und eine dauerhafte und bedingungslose Befreiung von den Zöllen gefordert haben.“

Die Unberechenbarkeit hat auch weitreichende negative Konsequenzen für die Weltwirtschaft. „Die einmonatige Begnadigung verlängert den Zustand der Ungewissheit in der Weltwirtschaft und erschwert den Unternehmen, zu planen und hält sie davon ab, in neue Fabriken zu investieren oder mehr Arbeitskräfte einzustellen.“

Die „Washington Post“ meint, die späte Ankündigung ist die „jüngste unerwartete Anordnung in Trumps viermonatigem Versuch, die Handelsbeziehungen der Vereinigten Staaten mit mehr als einem Dutzend Länder auf den Kopf zu stellen.“

Während seine Strategie in Bezug auf Kanada und Mexiko darauf ausgerichtet ist, weitere Zugeständnisse während der andauernden Neuverhandlungen des Freihandelsabkommens Nafta zu erreichen, ist sein Plan in Bezug auf die EU jedoch undurchsichtig. „Trumps Strategie mit der Europäischen Union ist ungewiss, da er einige Länder wie Frankreich gelobt hat, aber andere, zum Beispiel Deutschland, getadelt hat, das, wie er sagt, US-Unternehmen mehr Zugang zu den Verbrauchern gewähren muss.“

Die renommierte US-Zeitung fügt hinzu: „Die Verhandlungen sind ein wichtiger Test für Trumps Handelsstrategie und Diplomatie.“ Sein äußerst persönlicher Verhandlungsstil treffe auf die Entschlossenheit der großen Handelspartner und Verbündeten, welche sich gegen seine Verhandlungsstrategie wehren und sich gegebenenfalls nach den Regeln der Welthandelsorganisation rächen könnten.

Auch „Bloomberg“ ist sich sicher, dass Trump die Verhandlungspartner bei Nafta mit einer möglichen dauerhaften Befreiung von den Strafzöllen als „Anreiz“ anlockt. Doch gleichzeitig verlängert die Fristverschiebung die Auseinandersetzung mit der EU, dem größten Handelsblock der Welt. Dieses riskante Unterfangen könnte weitreichende Konsequenzen haben, warnt die US-Nachrichtenagentur.

Trumps „Handelsschranken in diesem Jahr haben Ängste vor Vergeltungsmaßnahmen ausgelöst, die das Vertrauen der Verbraucher untergraben und das stärkste Wachstum der Weltwirtschaft seit Jahren stoppen könnten.“

Die US-Webseite „Vox“ argumentiert, dass Präsident Trump mit seiner Entscheidung einen potenziellen Handelskrieg hinausgezögert hat und fügt hinzu: „Der jüngste Zollaufschub deutet darauf hin, dass die Trump-Regierung versucht, Zugeständnisse von Verbündeten zu erringen, aber auch Vergeltungsmaßnahmen zu vermeiden – aber es ist unklar, ob dieses Geschwafel seinem Bestreben, Geschäfte zu machen, helfen oder schaden wird.“

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