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Protest gegen Drohnen-Politik US-Senator redet fast 13 Stunden

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Im Internet angefeuert

Nach fünf Stunden versuchte der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Harry Reid, einen Kompromiss: Noch 90 Minuten Debatte, dann Abstimmung. Paul lehnte ab, auch zu einer Vertagung der Sitzung auf den nächsten Tag war er nicht bereit. Im Internet erhielt er tausende Aufmunterungsbotschaften.

Er wisse, dass er mit seiner Aktion Brennans Ernennung nicht verhindern, sondern nur verzögern könne, räumte Paul ein. Sein Ziel sei es jedoch, US-Präsident Barack Obama dazu zu bringen, einen Drohnenangriff auf US-Territorium auszuschließen. Justizminister Eric Holder hatte am Dienstag gesagt, Obama habe „nicht vor“, derartige Angriffe anzuordnen. Gleichzeitig räumte er ein, im Fall einer Attacke vom Ausmaß der Terrorangriffe vom 11. September 2001 sei ein derartiges Szenario denkbar.

Der Saal leerte sich während Pauls Redemarathons zusehends. Einen großen Aktenordner vor sich, trug der Senator Notizen, Presseartikel und improvisierte Reflexionen vor. Er musste nach den Regeln die ganze Zeit stehen und durfte auch nicht kurz zur Toilette. Paul hielt bis 00.38 Uhr durch. Er habe erkannt, dass es Grenzen für Filibuster gebe, witzelte er zum Schluss offenbar mit Blick auf ein menschliches Bedürfnis. „Um eine dieser Grenzen muss ich mich jetzt in einigen Minuten kümmern.“

Am Dienstag hatte sich der Geheimdienstausschuss des Senats für Brennan als Chef des US-Geheimdiensts CIA ausgesprochen. Laut Obamas Demokraten wird Brennans Ernennung nun spätestens am Samstag erfolgen.

Obama hatte Brennan Anfang Januar als Nachfolger von David Petraeus vorgeschlagen, der im November wegen einer außerehelichen Beziehung mit seiner Biografin von der CIA-Spitze zurückgetreten war. Der 57-jährige Brennan arbeitete lange für den Auslandsgeheimdienst. Nach Obamas Wahlsieg war er im Weißen Haus maßgeblich an der Strategie beteiligt, Anhänger des Terrornetzwerks Al-Kaida in Pakistan und im Jemen mit Drohnenangriffen zu bekämpfen.

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  • afp
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3 Kommentare zu "Protest gegen Drohnen-Politik: US-Senator redet fast 13 Stunden"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wenn Bush so was beschlossen hätte, würden die Demokraten vor Wut schäumen. Aber nein, nicht mit "yes we can" Obama.
    Wo bleibt die Empörung? Heil Obama! In den Faschistischen Staaten von Amerika wirst Du am Flughafen gegrabscht, du arbeitest der 1% zu und verdienst selbst einen Hungerlohn. Oder auch gar nichts und dann gehst Du zur Army um unschuldige Zivilisten in fremden Länder auf Basis von unhaltbaren Lügen zu ermorden. Aber es geht noch besser: jetzt kann auch der Durschnitts-Joe auf amerikanischem Boden Ziel einer Drohne sein. Alles Super in Obamaland ... für Wall Street, Big Pharma, Big Oil und das Militär.
    Freiheit? Dass muss wohl der amerikanische Traum gewesen sein: mann muss die Augen schließen um es zu sehen.
    E K E L H A F T

  • Unwahrscheinlich.

  • Gott schütze Rand Paul!