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Proteste Frankreichs Innenminister ruft Polizei zur Mäßigung auf

Bei Protesten gegen die Rentenreform ist es in Frankreich zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Demonstranten werfen der Polizei brutales Eingreifen vor.
11.01.2020 - 12:59 Uhr Kommentieren
Französische Demonstranten und Sicherheitskräfte müssten einander vertrauen können, mahnt der Innenminister. Quelle: AP
Proteste in Frankreich

Französische Demonstranten und Sicherheitskräfte müssten einander vertrauen können, mahnt der Innenminister.

(Foto: AP)

Paris Frankreichs Innenminister Christophe Castaner hat angesichts von Vorwürfen der Polizeigewalt zu Mäßigung bei Einsätzen aufgerufen. Die Anwendung von Gewalt müsse – auch bei Beleidigungen oder Angriffen auf Polizisten und Gendarme – immer kontrolliert und der Situation angemessen sein, sagte Castaner am Samstag bei einer Bürgerversammlung zur inneren Sicherheit in Paris. Die Franzosen und die Sicherheitskräfte müssten einander vertrauen können.

Die französische Polizei war unter anderem wegen harten Vorgehens gegen Demonstranten während der „Gelbwesten“-Protesten immer wieder in die Kritik geraten. Zuletzt gab es während der Demonstrationen gegen die geplante Rentenreform am Donnerstag Vorwürfe, die Polizei gehe gewalttätig gegen Demonstranten vor.

Ein Video zeigte einen Polizisten, der mutmaßlich aus nächster Nähe ein Hartgummigeschoss auf einen Demonstranten abfeuerte. Die Pariser Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet. Die Polizei gibt an, sich nur gegen gewalttätige Demonstranten gewehrt zu haben.

Auch der Tod eines Rollerfahrers hatte in Frankreich eine Debatte über Polizeigewalt entfacht. Der 42 Jahre alte Lieferant war vor rund einer Woche mit seinem Motorroller in der Nähe des Eiffelturms unterwegs, als er von der Polizei kontrolliert wurde.

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    Von der Polizeikontrolle gibt es Amateurvideos, die auch im Netz kursieren. Sie zeigen, wie der Familienvater von Polizisten auf den Boden gedrückt wird. Er kam anschließend ins Krankenhaus, wo er wenige Tage später starb. Die Autopsie ergab unter anderem einen Kehlkopfbruch. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung.

    Die Polizei gab an, dass der Mann auf dem Motorroller telefoniert habe, deshalb habe man ihn angehalten. Schließlich sei er aggressiv geworden und man habe ihn festnehmen wollen. Dagegen habe er sich gewehrt, im Laufe des Einsatzes habe er dann einen Herzinfarkt erlitten, so die Darstellung der Polizei.

    Mehr: Gerade weil der Präsident den Gelbwesten Zugeständnisse machte, muss er bei der Rentenreform nun trotz der heftigen Streiks konsequent sein, meint Handelsblatt-Korrespondentin Tanja Kuchenbecker.

    • dpa
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