Proteste gegen argentinische Regierung Zehntausende demonstrieren gegen Kirchner

Sie feiert ihre „Erfolge“, das Volk geht gegen sie auf die Straße: Argentiniens Staatschefin Cristina Kirchner steht in der Kritik. Außerdem sorgt ein unter ominösen Umständen verstorbener Regierungskritiker für Fragen.
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Ein Demonstrant in Buenos Aires: Präsidentin Kirchner steht massiv in der Kritik. Quelle: ap
Proteste gegen die Präsident

Ein Demonstrant in Buenos Aires: Präsidentin Kirchner steht massiv in der Kritik.

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Buenos AiresZehntausende Menschen haben am Sonntag in Argentinien für die umstrittene Präsidentin Cristina Kirchner demonstriert. Mit Fahnen, Luftballons und Spruchbändern zogen sie vor das Parlament in Buenos Aires, wo die Staatschefin eine im Fernsehen übertragene Rede an die Nation hielt. Darin pries diese die „Erfolge“ ihrer Amtszeit. „Argentinien ist das einzige Land in der Welt, das seine externen Schulden reduziert hat“, verkündete Kirchner.

Vor ihrem Auftritt im Parlament hatte die Präsidentin die Demonstranten vor dem Gebäude gegrüßt. Auf deren Spruchbändern war unter anderem zu lesen: „Cristina ist das Volk“. Die Kundgebung für die Präsidentin erfolgte gut eine Woche nach einer Massenveranstaltung gegen sie.

Bei einem Schweigemarsch hatten am 18. Februar zehntausende Menschen an den unter ungeklärten Umständen verstorbenen Staatsanwalt und Kirchner-Kritiker Alberto Nisman erinnert und damit gegen die Präsidentin Stellung bezogen.

Nisman hatte die Ermittlungen zu einem Anschlag auf die jüdische Wohlfahrtsorganisation Amia geführt, bei dem 1994 insgesamt 85 Menschen getötet wurden. Er machte den Iran für das Attentat verantwortlich. Mitte Januar wurde der Staatsanwalt tot in seiner Wohnung in Buenos Aires aufgefunden - wenige Stunden vor einer geplanten brisanten Anhörung im Parlament, in der er Kirchner vorwerfen wollte, seine Ermittlungen zu behindern.

Nismans Nachfolger entschied Mitte Februar, den Fall neu aufzurollen und Kirchner und ihren Außenminister Héctor Timerman formal zu beschuldigen. Am vergangenen Donnerstag aber wies der zuständige Richter den Vorwurf der Strafvereitelung gegen die Präsidentin zurück.


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