Proteste im Iran Ein Vergleich von 2009 und heute
Wenn viele Iraner nun keine Hoffnung mehr im gesamten System sehen und auf die Straße gehen, könnten die Proteste Dimensionen wie 2009 erreichen.
Kairo Der Iran sieht sich mit einer neuen Welle der Unruhen konfrontiert. Viele vergleichen sie mit dem Aufbegehren von 2009, dem ersten Aufstand gegen die muslimischen Kleriker seit deren Machtübernahme 30 Jahre zuvor. 2009 marschierten Menschenmassen durch die Straßen Teherans und anderer Städte und protestierten gegen die Wiederwahl des Hardliners Mahmud Ahmadinedschad als Präsident, die nach Ansicht der Opposition manipuliert war. Reformer führten die Demonstrationen an. Millionen Menschen protestierten in den kommenden Monaten – wurden zur „Grünen Bewegung“.
Die Reaktion des iranischen Establishments unter Ajatollah Ali Chamenei war brutal: Die paramilitärischen Revolutionsgarden und die Basidsch-Miliz, eine freiwillige Hilfspolizei, gingen mit Härte gegen die Demonstranten vor. Tausende wurden festgenommen, Dutzende getötet oder gefoltert.
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