Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Proteste in der Türkei Polizei greift in Ankara wieder zu Tränengas

In Ankara gehen die Sicherheitskräfte wieder härter gegen die Demonstranten vor. In Istanbul wird die Stimmung indes friedlicher. Mehr als 1700 Menschen sollen bei den Protesten bislang verhaftet worden sein.
02.06.2013 Update: 02.06.2013 - 18:59 Uhr 13 Kommentare
Spuren der Verwüstung: Ein Demonstrant steht am Sonntag vor bei den Protesten auf dem Taksim-Platz in Istanbul demolierten Bussen. Quelle: Reuters

Spuren der Verwüstung: Ein Demonstrant steht am Sonntag vor bei den Protesten auf dem Taksim-Platz in Istanbul demolierten Bussen.

(Foto: Reuters)

Ankara Die Proteste gegen die türkische Regierung sind auch am Sonntag fortgesetzt worden. In der türkischen Hauptstadt Ankara hat die Polizei am Sonntag erneut Tränengas und Wasserwerfer gegen Demonstranten eingesetzt. Die Sicherheitskräfte gingen gegen hunderte Protestteilnehmer vor, die zum Büro von Regierungschef Recep Tayyip Erdogan vordringen wollten, wie der türkischer Fernsehsender NTV berichtete. Schon in der vorhergehenden Nacht löste die Polizei mit Wasserwerfern und Tränengas eine Kundgebung in Ankara auf.

In der Millionen-Metropole Istanbul beteiligten sich indes mehrere hundert Demonstranten an der Besetzung des Taksim-Platzes, von dem sich die Polizei am Vortag zurückgezogen hatte. In der Umgebung des Platzes wurden von den Demonstranten mehrere Straßen verbarrikadiert. Bisweilen riefen die Demonstranten: „Regierung, tritt zurück!“

Bei den seit Freitag anhaltenden landesweiten Protesten sind nach Angaben von Innenminister Muammer Güler insgesamt mehr als 1700 Menschen festgenommen worden. Die überwiegende Mehrheit sei nach Überprüfung ihrer Papiere und kurzer Befragung wieder freigelassen worden, zitierte die Nachrichtenagentur Anadolu am Sonntag den Minister. Laut Güler wurden seit Dienstag 235 Kundgebungen in 67 Städten registriert.

Die Proteste richteten sich ursprünglich gegen die Umgestaltung des Gezi-Parks unweit des Taksim-Platzes. Ein Berater von Edogan ließ nach Angaben der Zeitung „Hürriyet“ über den Kurznachrichtendienst Twitter wissen, dass der Bürgermeister von Istanbul am Sonntag mit Vertretern der Taksim-Gezi-Park-Plattform und der Architektenkammer zu Gesprächen zusammenkommen wollte. So solle eine gemeinsame Lösung für den Streit um die Überbauung des Gezi-Parks sondiert werden.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Was als Protest gegen den Abriss des Parks begann, weitete sich zu einem Protest gegen die Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan aus und erfasste in den vergangenen Tagen fast 50 türkische Städte. In Ankara wurden nach Angaben der Ärztegewerkschaft am Samstag 414 Zivilisten verletzt, sechs von ihnen erlitten Schädel-Hirn-Traumata. Innenminister Muammer Güler sprach am Samstagabend von landesweit 939 Festnahmen.

    Die Nachrichtenagentur Anadolu berichtete über 56 verletzte Polizisten in Ankara. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (ai) erklärte, es gebe "Berichte" über zwei Todesfälle. Allerdings lagen dazu keine konkreten Angaben und keine offizielle Bestätigung vor.

    • ap
    • dpa
    • afp
    Startseite
    Mehr zu: Proteste in der Türkei - Polizei greift in Ankara wieder zu Tränengas
    13 Kommentare zu "Proteste in der Türkei: Polizei greift in Ankara wieder zu Tränengas"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • An Scheissrentner. Möglicherweise ist Einlassung im Zusammenhang mit meinem Beitrag zu sehen. Möglicherweise leben einige deutsche Rentner in der Türkei, aber viel weniger als muslimische Hartz 4-Empfänger in Deutschland. Meine Aussage zu den Pfarrer-Morden bezieht sich auch auf meine eigenen erfolglosen Bemühungen in der Türkei, ich bin nämlich deutsches Botschaftsmitglied in Ankara.

    • BOYKOTTIERT einfach deutsche Produkte um die deutsche Wirtschaft auszurotten !!! ;)

      Fangt bei der Autoindustrie an! Das bricht der deutschen Wirtschaft gleich das Genick!

      Kauft keine Müllcedes, BMüllW etc... sind sowieso minderwertige Schrottlauben. Japanische Autos sind um Welten besser.

    • BOYKOTTIERT einfach deutsche Produkte um die deutsche Wirtschaft auszurotten !!! ;)

      Fangt bei der Autoindustrie an! Das bricht der deutschen Wirtschaft gleich das Genick!

      Kauft keine Müllcedes, BMüllW etc... sind sowieso minderwertige Schrottlauben. Japanische Autos sind um Welten besser.

    • Es gibt genug Billigflieger. Nimm den Margarinekarton und schleich dich. Zuckerkranker Gülüdürü....

    • Grundsätzlich können Naziabkömmling andere erstmal nicht belehren...

      Die weiten Inzuchtgebiete Bayerns ermöglichen z.B. erst so eine grenzdebile Partei wie die CSU.
      Die Deutschen machen nur 1,Pfurz % der Weltbevölkerung aus. Haben aber 100% (!!!) aller Weltkriege angefangen. So viel Blödheit kann sich nur über Generationenübergreifende Inzucht entwickeln... LOL

    • Türken heiraten in der Regel sehr oft innerhalb der Familie und haben Sex miteinander. Daher kommt die meist sehr geringe Intelligenz der Döner. Inzest ist in der Türkei leider noch nicht verboten, was gewisse Schreiberlinge durchaus bestätigen.

    • Die Türken, die uns als Kartoffeln bezeichnen sollten in ihre Heimat zurückkehren und sich dort mit den Erdogan-Freunden verbrüdern. Deutsche in der Türkei trauen sich öffentlich nicht, gegen diesen Islam-Faschisten aufzubegehren, selbst wenn Pfarrer umgebracht werden und die Polizei leider keine Tatverdächtigen findet.

    • Der türkische Präsident Tayyip Erdogan ist der erste Präsident nach langen Jahren der Misswirtschaft und Korruption durch andere Parteien vor ihm, der die Türkei wirklich aufbaut und dem Land Stabilität gibt. Leider ist er dabei einigen Menschen in die Quere gekommen die vom Chaos und der Korruption der vorherigen Regierungen profitiert haben. Pech gehabt meine Damen und Herren! Das sind die Gegenkräfte und die ruhen nicht. Sollen sie auch nicht, aber bitte fair und legal bleiben!
      Herr Erdogan ist ein Islamist, aber die Türkei ist auch ein islamisches Land. Die Menschen in den Städten der Türkei sehen das teilweise etwas gemäßigter und bevorzugen einen liberalen Islam. Das türkische Volk ist aber überwiegend für die traditionelle Interpretation des Islam. Solange Menschenrechte und Menschenwürde in der Türkei geachtet werden und das Land sowie das Volk gefördert und aufgebaut werden ist der Präsident Erdogan der richtige Mann für sein Land.

    • Sind das jetzt Terroristen wie in Syrien ?
      Oder doch eher Demonstranten die gegen den Präsidenten und seiner, wohl auch vielfach korrupten, undemokratischen Handlungsweise protestieren.?
      Oder ist in der Türkei der demokratische Frühling angebrochen ?
      Oder wird die Türkei neu geordnet, mehr nach westlichem Vorbild wie in den arabischen Staaten des arabischen Frühlings ?

      In Syrien, wären das alles, nach westlicher Lesart, Terroristen die da protestieren.
      Bei der Türkei will man sich offensichtlich diesbezüglich in den Medien, noch nicht soweit aus dem Fenster hängen.
      Kann ja alles noch kommen.

    • Kurze exkurs im türkischen ("demokratische") Wahlrecht:
      dort gibt es eine 10% Klausel (vergleich im Deuschland 5%)
      Stimmen die an Parteien die unter diese hurde gehen, werden automatisch an Wahlsieger dazu gezählt, daraus follgt eine hebelwirkung İhrer Stimmen. Deswegen ist auch die türkische Regierung auch nicht beteit diese 10% Hürde zu senken, da Sie davon profitiert, in einem Land wo nach China die meisten Journalisten heute gefangen sind.
      Gäbe es die harte durchgreifen der Polizisten (=der neue türkischen Arme) würden vielmehr Menschen versammeln und demmonstieren, wurden Sie sich trauen bei diesen Bilder trauen dort zu sein??????

    Alle Kommentare lesen
    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%