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Proteste in Haiti Demonstranten fordern bessere Lebensbedingungen

Vor allem seit dem Erdbeben im Jahr 2010 haben sich die Lebensbedingungen auf Haiti verschlechtert. Tausende Demonstranten gehen nun gegen die Regierung auf die Straße – und fordern den Rücktritt von Staatschef Martelly.
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Ein Demonstrant mit einem Bild von Haitis Präsident Michel Martelly als Katze. Quelle: Reuters

Ein Demonstrant mit einem Bild von Haitis Präsident Michel Martelly als Katze.

(Foto: Reuters)

Port-au-PrinceBei Protesten in Haiti haben tausende Demonstranten der Regierung vorgeworfen, sich nicht ausreichend um eine Verbesserung des Lebensstandards in dem mittelamerikanischen Land zu kümmern. Bei einer Kundgebung in der Hauptstadt Port-au-Prince beklagten sie am Sonntag vor allem hohe Lebensmittelpreise und forderten den Rücktritt von Präsident Michel Martelly. An der Kundgebung nahmen vor allem Anhänger des früheren Staatschefs Jean-Bertrand Aristide teil.

Der ehemalige Popsänger Martelly steht seit Mai an der Spitze des verarmten Karibikstaats. Gegen ihn gibt es seit Monaten Sozialproteste. Verschärft wird die Lage durch den Umstand, dass nach einem verheerenden Erdbeben im Januar 2010 noch immer fast 400.000 Menschen in Zeltlagern ausharren müssen. Bei der Katastrophe kamen etwa 250.000 Menschen ums Leben. Viele Haitianer verloren ihr Dach über dem Kopf, anfangs lebten rund 1,5 Millionen Menschen in Camps.

Der frühere katholische Priester Aristide war im Jahr 1990 zum ersten demokratisch legitimierten Präsidenten Haitis gewählt worden. Er stand in den Jahren 1991 bis 2004 mit Unterbrechungen drei Mal an der Staatsspitze. Im Jahr 2004 wurde er unter Androhung militärischer Gewalt sowie durch Druck aus dem Ausland gestürzt. Er lebte daraufhin im südafrikanischen Exil und kehrte im März 2011 nach Haiti zurück.

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  • afp
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