Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Proteste in Thailand Regierungschefin appelliert an Demonstranten

„Ich weiß nicht, wie ich noch weiter nachgeben soll“ – Thailands Ministerpräsidentin hat sich bei einer emotionalen Pressekonferenz ratlos gezeigt. Derweil richten sich die Proteste gegen ihre ganze Familie.
10.12.2013 Update: 10.12.2013 - 11:48 Uhr 5 Kommentare
Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra bietet Neuwahlen an. Die Demonstranten wollen sie aber komplett aus der Politik verdrängen. Quelle: AFP

Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra bietet Neuwahlen an. Die Demonstranten wollen sie aber komplett aus der Politik verdrängen.

(Foto: AFP)

Bangkok Die thailändische Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra hat an ihre Gegner appelliert, die Demonstrationen gegen die Regierung zu beenden und sich an den vorgezogenen Wahlen zu beteiligen. Sie sei den Forderungen der Opposition so weit nachgekommen wie möglich, sagte Yingluck am Dienstag vor einer Kabinettssitzung. Mehr gehe nicht. Nun sollten die Demonstranten mit den Protesten aufhören. Alle Seiten müssten an den für den 2. Februar angesetzten Neuwahlen arbeiten. Ungeachtet dessen gingen die Proteste weiter. In der Nacht verlangte Oppositionsführer Suthep Thaugsuban Yinglucks Rücktritt innerhalb von 24 Stunden. Suthebs Forderungen und Ankündigungen waren in der Vergangenheit allerdings zumeist verpufft.

Rund 3000 Demonstranten verbrachten die Nacht vor dem Regierungssitz. Es gab keine Berichte über Versuche, zu Yinglucks Amtssitz vorzudringen. Bei den Protesten in den vergangenen Wochen hatten Tausende Demonstranten versucht, die Beton-Absperrungen vor ihrem Regierungssitz zu überwinden. Nachdem am Montag die Proteste mit 160.000 Demonstranten einen neuen Höhepunkt erreicht hatten, zählte die Polizei am Dienstag nur noch 6000 Regierungsgegner im historischen Teil von Bangkok um Yinglucks Amtssitz.

Die Opposition lehnt Neuwahlen ab und will einen Volksrat aus nicht gewählten Vertretern zusammensetzen. Yingluck hat dies als undemokratisch abgelehnt. Der scheidende Bundesaußenminister Guido Westerwelle äußerte sich besorgt über die Gefahr einer weiteren Eskalation und mahnte einen „Dialog im verfassungsmäßigen Rahmen” an.

Trotz der Proteste werden Yingluck bei einer Wahl gute Siegchancen eingeräumt, weil die Regierung breiten Rückhalt in der armen Landbevölkerung genießt. Zu den Regierungsgegnern gehören sowohl Angehörige der zivilen und militärischen Elite als auch Königstreue.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen
    „Ich habe schon so viel nachgegeben”
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    Mehr zu: Proteste in Thailand - Regierungschefin appelliert an Demonstranten
    5 Kommentare zu "Proteste in Thailand: Regierungschefin appelliert an Demonstranten"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Yinluck ist eine traurige Marionette Ihres Bruders, der in Dubai sitzt und wegen Korruption verurteilt ist. Die Wahlkaepfe werden mit Geschenken + Bestechungen in den laendlichen Regionen gefuehrt. Die Reisbauern bekommen einen von der Regierung zugesicherten Preis fuer Reis, der nicht wettsbewerbsfaehig in Weltmaerkten ist. Der Reis schimmelt weg und die Reisbauern stehen vor den Reismuehlen, dass Stau auf den Strassen bildet (im armen Nordosten Thailands),weil Marktmechanismen ignoriert werden. Kosten der Waehleraktion ueber jaehrlich 10 Milliarden Euro Steuergelder, Verlust der Wettbewerbsfaehigket als Reisproduzent Nummer 1 der Welt.
      Die Grossprojeke in Infrastruktur sind noetig, aber zu kostspielig und die Vergabe intransparent (Korruption).

    • Man sieht eben, dass Menschen mit Niveau auch Größe zeigen können.

      Keiner ist perfekt, auch Buddisten nicht, aber wenn man einen Fehler macht, sollte man dazu auch stehen. Ob unsere Meineid-Erika das auch mal schaffen wird, dass sie sich für ihrern Verrat an die Amis /NSA bei uns entschuldigt?

    • die Thais werden noch augen machen wenn die Dame zurück tritt und der andere hardliner rankommt mit seinen Volkräten...

    • das abgekaterte Drecksspiel läuft auf Hochtouren, damit es bald scheppert. SK, taiwan, Japan und die USA provozieren den krieg und sehen China als Täter. toll!

    • Diesmal hat der sog. 'Mob' (= Volk) Recht. Wer will auch schon auf Dauer von korrupten Verbrechern regiert werden, die nur im Sinn haben, sich auf Kosten des Volkes zu bereichern und sich hemmungslos die Taschen vollstopfen.

    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%