Proteste Schüsse bei Anti-Trump-Demonstration

Auch drei Tage nach der Wahl Trumps zum US-Präsidenten demonstrieren tausende Kritiker in den USA. In Portland wurde ein Teilnehmer angeschossen. Die Polizei fahndet nach dem Schützen.
Tausende protestieren landesweit gegen die Wahl Donald Trumps als US-Präsidenten. Quelle: Reuters
Proteste gegen Trump

Tausende protestieren landesweit gegen die Wahl Donald Trumps als US-Präsidenten.

(Foto: Reuters)

Milwaukee In der US-Großstadt Portland hat es die zweite Nacht in Folge Zusammenstoße zwischen Gegnern des designierten Präsidenten und der Polizei gegeben. Die Beamten setzten am Freitag (Ortszeit) Tränengas und Blendgranaten ein, um die Menge auseinander zu treiben. Sprecher von Behörden im US-Staat Oregon sagten, aus den Reihen der Trump-Gegner seien „brennende Projektile“ auf Polizisten geschleudert worden. Zudem habe es Vandalismus und Körperverletzung gegeben. Eine Person wurde sogar angeschossen. Die Polizei rief die Demonstranten auf, das Gebiet im Zentrum der Stadt im Bundesstaat Oregon an der Westküste der USA zu verlassen. Zudem suchte die Polizei Zeugen des Vorfalls.

Die Kundgebung in Portland war zu Beginn von den Behörden als friedlich bezeichnet worden, schlug später aber in Gewalt um. In anderen Städten quer durch die USA demonstrierten Hunderte friedlich gegen Trump, darunter New York, Boston, Miami und Atlanta. Deutlich kleinere Protestkundgebungen gab es in Detroit, Minneapolis, Kansas City, Olympia und Iowa City. Vor dem Kapitol in Washington skandierten mehr als 200 Demonstranten „Nicht mein Präsident“ und „Kein Trump, kein KKK (Ku-Klux-Klan), keine faschistischen USA“.

Das Leben als Verlierer
Al Gore (68)
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Der damalige Vizepräsident von Bill Clinton scheiterte 2000 knapp an George W. Bush. Seitdem setzt er sich für den Klimaschutz ein. Für seinen Dokumentarfilm „Eine unbequeme Wahrheit„ erhielt er 2007 zwei Oscars. Später bekam er noch den Friedensnobelpreis zusammen mit dem Weltklimarat.

Zwei Umweltaktivisten
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Auch Hillary Clinton machte sich während der Wahlen für den Klimaschutz stark.

John Kerry (72)
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2004 verlor auch er gegen Bush. Er hat sich trotz seiner Niederlage nicht aus der Politik zurückgezogen. So ist er mittlerweile Außenminister und trat damit die Nachfolge für Clinton an.

Der Tierschützer
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Der US-Außenminister setzt sich auch für die Umwelt ein. So nahm er an Verhandlungen in der Antarktis teil, um dort ein Meeresschutzgebiet zu errichten.

John McCain (80)
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Er unterlag 2008 Barack Obama. Ähnlich wie Kerry war er schon seit den 1980er Jahren im Senat.

Blieb weiterhin in der Politik
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Nachdem McCain gegen Obama verloren hatte, blieb der Vertreter von Arizona in dieser Kammer und ist dort ebenfalls Vorsitzender des Ausschusses für die Streitkräfte.

Mitt Romney (69)
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Der Unternehmer und ehemaliger Gouverneur von Massachusetts verlor 2012 gegen Obama. Er zog sich nach seiner Niederlage aus der Politik zurück.

Die Demonstrationen in Miami und Atlanta führten zu Verkehrsbehinderungen. Ein Trump-Anhänger, Nicolas Quirico, reagierte im Stau auf der Interstate 395 genervt auf die Proteste. Er sagte: „Trump wird unser Präsident sein. Da führt kein Weg drum herum, und je eher die Leute das begreifen, um so besser wird es sein.“

Seit dem Sieg Trumps bei der Präsidentschaftswahl am Dienstag haben Demonstranten in den USA täglich protestiert. Am Freitag protestierten Studenten unter anderem in Portland. Dort hatten sie Straßen blockiert und mit Gegenständen nach den Polizisten geworfen. Am Donnerstag wurden mindestens 26 Personen festgenommen, nachdem Fensterscheiben eingeworfen und Autos beschädigt worden waren. In Los Angeles kam es sogar zu 185 Festnahmen.

Seit dem Sieg Trumps bei der Präsidentschaftswahl am Dienstag haben Demonstranten in den USA täglich protestiert. Für Samstag waren Demonstrationen unter anderem in den Städten Las Vegas und Los Angeles geplant. Vorherige Protestveranstaltungen in New York, Los Angeles und anderen großen städtischen Zentren hatten Tausende Personen angezogen. Die größtenteils friedlichen Proteste wurden von vereinzelten Vorfällen von Vandalismus, Gewalt und Straßenblockaden überschattet.

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