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Proteste Tausende Syrer auf der Flucht vor der Armee

Menschenrechtler berichten aus Syrien von Hinrichtungen und Folter. Diese Aussagen sind schwer nachzuprüfen, sicher jedoch ist: Assads Truppen rücken mit Panzern weiter gegen die Rebellen vor.
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Syrer protestieren im türkischen Yayladagi gegen Assads Regime. Quelle: dapd

Syrer protestieren im türkischen Yayladagi gegen Assads Regime.

(Foto: dapd)

Amman/Genf Die syrische Armee hat ihre Offensive gegen die Protestbewegung massiv ausgeweitet. Nach Dschisr al-Schughur standen Soldaten am Mittwoch Bewohnern zufolge auch kurz vor der Einnahme der ebenfalls im Norden gelegenen Widerstandshochburg Maarat al-Numan.

Gleichzeitig stießen sie nach Angaben von Augenzeugen Hunderte Kilometer weiter östlich mit Panzern auf die Städte Deir al-Sor und Albu Kamal an der Grenze zum Irak vor. Tausende Syrer suchten ihr Heil in der Flucht. Viele schafften es über die Grenze in die Türkei, wo bereits mehr als 8500 Menschen, die Hälfte von ihnen Frauen und Kinder, in vier Flüchtlingslagern untergekommen sind. Zehntausend sollen sich entlang der Grenze noch auf syrischer Seite versteckt halten.

„Autos strömen aus Maarat al-Numaan in alle Richtungen“, sagte ein Augenzeuge in einem Telefonat. „Die Leute laden sie mit allem voll, Decken, Matratzen auf den Dächern.“ Die Bevölkerung wurde nach Angaben von Bewohnern über die Lautsprecher der Moscheen zur Flucht aufgerufen. „Die Armee kommt, bringen Sie sich und Ihre Familien in Sicherheit“, hieß es demnach.

Ein Pharmazie-Professor sagte per Telefon, mehr als zwei Drittel der Bevölkerung habe die muslimische Pilgerstadt bereits verlassen. Weitere Truppen würden zur Verstärkung mit Hubschraubern in die Region geflogen.

In der 100.000-Einwohner-Stadt hatten in den vergangenen Wochen zahlreiche Menschen gegen Assad protestiert. Maarat al-Numaan liegt an der wichtigsten Nord-Süd-Tangente des Landes, die die zweitgrößte syrische Stadt Aleppo mit der Hauptstadt Damaskus verbindet. In staatlichen Medien hieß es, die Sicherheitskräfte gingen gegen „die restlichen Mitglieder von bewaffneten Terroristengruppen“ vor. In Dschisr al-Schughur sei die Sicherheit wieder hergestellt, erklärte die Regierung.

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