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Protestpartei siegt in Italien Virginia Raggi will Rom aufräumen

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Renzi vor wichtigem Referendum
Die 31-jährige Unternehmerin gehört der Oppositionspartei „Movimento 5 Stelle“ an. Quelle: dpa
Chiara Appendino, neue Bürgermeisterin von Turin

Die 31-jährige Unternehmerin gehört der Oppositionspartei „Movimento 5 Stelle“ an.

(Foto: dpa)

Großer Jubel auch in einer anderen Großstadt: In Turin setzte sich die Fünf-Sterne-Kandidatin Chiara Appendino mit 54,56 Prozent gegen das PD-Schwergewicht Piero Fassino durch. Appendino, eine Unternehmerin, ist erst 31 Jahre alt.

Siege in Großstädten konnten Renzis Kandidaten dagegen in der Finanzmetropole Mailand und in Bologna verbuchen. In Mailand gewann Giuseppe Sala, der Chef der im Oktober zu Ende gegangenen Weltausstellung, gegen Stefano Parisi vom Mitte-Rechts-Lager. Renzis Partito Democratico (PD) sprach in einer Mitteilung von einer „klaren Niederlage ohne mildernde Umstände“ in Turin und Rom. Dagegen habe man deutliche Siege in Mailand und Bologna eingefahren.

Landesweit waren fast neun Millionen Wähler bis zum späten Sonntagabend in mehreren Großstädten und Dutzenden weiteren Kommunen aufgerufen, in Stichwahlen ihre Bürgermeister zu bestimmen. Die Wahllokale schlossen erst um 23.00 Uhr.

Renzi hatte mehrmals betont, dass die Kommunalwahlen stark lokal beeinflusst und keine Abstimmung über die Regierung seien. Der Ministerpräsident muss sich im Oktober einem wichtigen Verfassungsreferendum stellen, das über seine politische Zukunft entscheiden wird.

Die Wahlbeteiligung lag mit 50,5 Prozent im ganzen Land noch einmal deutlich unter der vom ersten Durchgang Anfang Juni. Beobachter hatten seinerzeit bereits auf die geringe Teilnahme hingewiesen. Es war von einem „antipolitischen Wind“ im Land die Rede, die Wahl sei von Protestwählern und Gleichgültigkeit bestimmt worden.

  • dpa
  • afp
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