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Provokation für Maduro Oppositionsführer Guaidó nach Venezuela zurückgekehrt

Nach einer Werbetour durch die Region kehrt der selbsternannte Interimspräsident nach Venezuela zurück. Jetzt ist Präsident Maduro gefordert.
Update: 04.03.2019 - 23:19 Uhr Kommentieren
Der venezolanische Oppositionsführer ist am Flughafen nahe der Hauptstadt Caracas angekommen. Quelle: Reuters
Juan Guaidó

Der venezolanische Oppositionsführer ist am Flughafen nahe der Hauptstadt Caracas angekommen.

(Foto: Reuters)

CaracasNach einer rund eineinhalbwöchigen Reise durch Südamerika ist der selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaidó nach Venezuela zurückgekehrt. Am Montag traf er am Flughafen Maiquetía nahe der Hauptstadt Caracas ein, wie im venezolanischen Fernsehsender VPI zu sehen war. Zahlreiche Anhänger nahmen den Oppositionsführer in Empfang. „Wir sind wieder in unserem geliebten Land“, schrieb Guaidó auf Twitter.

Wenig später twitterte er, dass er durch die Sicherheitskontrollen gekommen sei. Die Botschafter mehrerer europäischer Länder, die ihn unterstützen, waren bei seiner Ankunft vor Ort.

Weil er trotz eines Ausreiseverbots Venezuela verlassen hatte, war zunächst unklar, ob Guaidó festgenommen könnte. „Wenn das Regime versucht, mich zu verschleppen, sind die weiteren Schritte klar: Demonstrationen, Zusammenarbeit mit unseren internationalen Verbündeten, mit Parlamentariern auf der ganzen Welt“, sagte der 35-Jährige vorab in einem auf Twitter veröffentlichten Video.

Im ganzen Land gingen am Montag Tausende Menschen für Guaidó auf die Straße.

Auch die USA bezogen Stellung – und gratulierten Guaidó zur sicheren Rückkehr.. „Die sichere Rückkehr von Juan Guaidó nach Venezuela hat für die USA höchste Bedeutung. Jede Art von Bedrohung, Gewalt oder Einschüchterung gegen ihn wird nicht toleriert. Die Welt schaut zu“, schrieb US-Vizepräsident Mike Pence auf Twitter.

Vergangene Woche hatte Maduro seinen Widersacher vor einer Rückkehr gewarnt. „Guaidó kann nicht einfach kommen und gehen; die Justiz hatte ihm das Verlassen des Landes verboten“, sagte er in einem Interview des US-Senders ABC. Die USA drohten Maduro mit nicht näher genannten Konsequenzen, sollte Guaido festgenommen werden. Wenn Maduro das täte, würde er damit nur seinen Abgang beschleunigen, sagte US-Sicherheitsberater John Bolton am Sonntag.

Die USA haben wie die EU und andere lateinamerikanische Staaten Guaido anerkannt und wiederholt erklärt, sie hielten sich alle Optionen für ein Eingreifen in Venezuela offen.

Guaidó hatte sich am 23. Januar zum Interimspräsidenten erklärt und Maduro damit offen herausgefordert. Zuletzt scheiterte sein Versuch, Hilfsgüter von Kolumbien und Brasilien aus nach Venezuela zu bringen. An den Grenzübergängen kam es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Oppositionsanhängern und Sicherheitskräften. Dabei wurden mehrere Menschen getötet und Hunderte verletzt.

Das ölreichste Land der Welt leidet unter einer schweren Wirtschafts- und Versorgungskrise. Aus Mangel an Devisen kann Venezuela kaum noch Lebensmittel, Medikamente und Dinge des täglichen Bedarfs für die Not leidende Bevölkerung einführen. Viele Menschen hungern, über drei Millionen Venezolaner haben ihre Heimat bereits verlassen.

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  • dpa
  • rtr
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