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Psychologische Kriegsführung Südkorea stoppt Propaganda-Beschallung des Nordens

Kurz vor dem Gipfeltreffen hat Südkorea die Beschallung mit lauter Popmusik und Kritik am nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un eingestellt.
23.04.2018 Update: 23.04.2018 - 11:42 Uhr 2 Kommentare
K urz vor dem geplanten innerkoreanischen Gipfeltreffen hat der Süden am Montag seine Propaganda-Beschallung an der Grenze zum Norden eingestellt. Quelle: dpa
Abbau von Lautsprechern

Kurz vor dem geplanten innerkoreanischen Gipfeltreffen hat der Süden am Montag seine Propaganda-Beschallung an der Grenze zum Norden eingestellt.

(Foto: dpa)

Seoul Kurz vor dem Gipfeltreffen der beiden verfeindeten koreanischen Nachbarstaaten hat Südkoreas Regierung den vorläufigen Stopp ihrer Lautsprecherpropaganda an der Grenze zu Nordkorea verkündet. Der Schritt solle dazu dienen, „militärische Spannungen zwischen dem Süden und dem Norden abzubauen und ein Klima für friedliche Gespräche zu schaffen“, teilte das Verteidigungsministerium in Seoul am Montagmorgen mit.

Die Staatschefs beider Länder wollen am Freitag im Grenzort Panmunjom zusammenkommen.

Die Propagandasendungen dienen normalerweise als Mittel der psychologischen Kriegsführung, um den Druck auf die kommunistische Führung des Nachbarlands zu verstärken. Die Einstellung erfolgte nach dem Beschluss Nordkoreas Ende der vergangenen Woche, seine Atomversuche und Tests von Interkontinentalraketen auszusetzen.

Der Streit um das nordkoreanische Atomprogramm gehört seit Jahren zu den gefährlichsten Konflikten der internationalen Politik. Im Januar 2016 nahm Südkoreas Militär als Reaktion auf einen nordkoreanischen Atomtest die zwischenzeitlich ausgesetzten Lautsprecherdurchsagen mit Propaganda im Grenzgebiet zum Norden wieder auf.

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    Es ist das erste Mal seit mehr als zwei Jahren, dass Südkorea keine laute Popmusik oder Kritik an der Führung von Machthaber Kim Jong Un per Lautsprecher über die Grenze sendet. Ob Nordkorea seine eigenen Propaganda-Durchsagen gestoppt hat, war zunächst unklar.

    Beide Seiten hatten ihre gegenseitige Propaganda-Beschallung 2015 ausgesetzt. Doch als Reaktion auf einen neuen Atomtest durch Nordkorea nahm Südkorea die Lautsprechersendungen im Januar 2016 wieder auf. Damals hieß es, die Lautsprecheranlagen seien an elf Stellen entlang der rund 240 Kilometer langen Grenze wieder in Betrieb genommen worden.

    Bei der Zusammenkunft am Freitag im Grenzort Panmunjom will der südkoreanische Präsident Moon Jae In mit Kim Jong Un neben dem Abbau des nordkoreanischen Atomprogramms auch über die Bedingungen für einen dauerhaften Frieden auf der koreanischen Halbinsel reden. Es wäre das dritte gesamtkoreanische Gipfeltreffen seit dem Ende des Korea-Kriegs von 1950 bis 1953.

    Zudem sind persönliche Gespräche zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump geplant, möglicherweise Ende Mai oder Anfang Juni. Vergangene Woche hat sich US-Medien zufolge bereits der CIA-Direktor Mike Pompeo mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un getroffen.

    Am Montag führte die geschäftsführende Abteilungsleiterin für Angelegenheiten in Ostasien und den Pazifikraum im US-Außenministerium, Susan Thornton, Gespräche mit der südkoreanischen Regierung in Seoul. Dabei ging es auch um die Koordinierung der Positionen beider Länder im Konflikt mit Nordkorea. Die Zusammenarbeit sei „lückenlos“, sagte Thornton laut Berichten südkoreanischer Sender nach einem Treffen mit Vizeaußenminister Yoon Soon Gu.

    Die USA wie auch Südkorea wollen von Kim Jong Un konkrete Zusagen für einen vollständigen Abbau des nordkoreanischen Atomprogramms.

    • rtr
    • dpa
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    2 Kommentare zu "Psychologische Kriegsführung: Südkorea stoppt Propaganda-Beschallung des Nordens"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Das ist aber auch widerlich. Was für ein Auswuchs der kapitalistischen Gesellschaft. Sie sollten das auch nie wieder aktivieren. Egal wie die Verhandlungen ausgehen.

    • Stellt Euch vor, die beiden Koreas schließen Frieden miteinander, ohne daß fremde Interessensmächte (USA, China) es verhindern können.

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