„Pussy Riot“ bei ihrer Performance in der Moskauer Christ-Erlöser-Kirche.
Moskau Ihr Auftritt dauerte nur 41 Sekunden, doch die Folgen währen lange darüber hinaus. Vor einem Jahr sorgte die Punk-Band „Pussy Riot“ mit ihrer skandalträchtigen Aktion in der Moskauer Christi-Erlöser-Kathedrale für Aufsehen. Mit Sturmmasken bekleidet protestierten sie in ihrem „Punk-Gebet“ gegen die Allianz von Kirche und Politik. „Mutter Gottes, du Jungfrau, vertreibe Putin!“, lautete der Text, mit dem sie kurz darauf im Internet für Furore sorgten.
Es folgten ihre Festnahme und ein Prozess, der drei Mitglieder der Punk-Band weltberühmt machen sollte. Pussy Riot gaben der Opposition gegen Präsident Wladimir Putin ein Gesicht. Dabei gab es auch unter den Kreml-Kritikern viele, die die Aktion der jungen Frauen zutiefst ablehnten. Im Westen hingegen wurde das Justizverfahren gegen sie heftig kritisiert, internationale Musikstars setzten sich für die Beschuldigten ein. Es nütze nichts: Ein Gericht verurteilte die Band-Mitglieder im August wegen Rowdytums aus religiösem Hass – zu jeweils zwei Jahren Haft.
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