Putin empfängt Merkel „Beide Seiten brauchen einander“

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Deutsche Wirtschaft hofft auf Ende der Sanktionen
Den Mini-Reichstag erstürmt – im Freizeitpark
Der Schauplatz
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Der Mini-Reichstag soll als Spielwiese für Erziehungsmaßnahmen junger Russen dienen. Das Familienevent rund um dessen Eroberung findet nahe der russischen Kleinstadt Kubinka statt - knapp eine Autostunde von Moskau entfernt.

Patrioten-Park vom Verteidigungsministerium
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Mit etwa 300 Millionen Euro wurde der Park vom russischen Staat finanziert. Seit 2015 können hier Kriegs-Fans an unterschiedlichen Schauplätzen Schlachten nachstellen. Historisch beraten und ausgestattet wird der Park von der privaten Synergy-Universität.

Junge Patrioten?
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Die Darsteller kamen nach Angaben des Ministeriums unter anderem aus Russland, Israel, Polen, Italien, Spanien und der Ukraine.

Lehrstunden für Russen
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In den Uniformen der Roten Armee sollen die Jugendlichen besser nachempfinden, was die Großeltern im Zweiten Weltkrieg erlebt haben und opfern mussten.

Schwere Geschütze
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Unter anderem sollen sie lernen, wie man ein Gebäude erstürmt, im Krieg überlebt und die dazu benötigte Artillerie bedient.

Feindliche Soldaten
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Kurz vor Beginn des Spektakels marschieren Mitglieder des russischen Vereins in historischer Nazi-Uniform auf. Das Event sorgte vor allem im Westen für gewaltige Irritationen.

Auftakt
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In Russland hat der Mini-Reichstag viele Befürworter: Knapp 10.000 Schaulustige kamen nach Angaben des Ministeriums am Sonntag auf das Gelände. Pünktlich um 12.30 Ortszeit beginnt, zwischen Hagel und Schnee, der Sturm auf Berlin.

Ein Scheitern des Minsker Prozesses will Merkel vor der anstehenden Bundestagswahl sicher nicht riskieren. Da Appelle an den Kremlchef allein keinen Fortschritt versprechen, scheint es möglich, dass die Kanzlerin Putin im Gegenzug für seine Anstrengungen verspricht, auch von Kiew verstärkt die Durchsetzung der noch ausstehenden Reformen einzufordern. Kiew hatte so dem Donbass-Gebiet verstärkte Autonomierechte zugesichert, die bis heute noch nicht verabschiedet sind.

Dass es trotz des schwelenden Streits um die zunehmende Russifizierung der Separatistengebiete auch zwischen Moskau und Kiew weiter direkte Kontakte gibt, vermeldete Ende letzter Woche die Tageszeitung „Kommersant“, die von einem geheimen Telefonat zwischen Putin und dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko berichtete, bei dem Staatschefs „witzelten, um nicht miteinander zu streiten“.

Echte Fortschritte bei der Lösung des Konflikts sind allerdings nicht zu beobachten – und so bleiben auch die von der EU gegen Russland verhängten Sanktionen weiter in Kraft. Mit einer Kritik an diesen Sanktionen meldete sich im Vorfeld des Treffens schon die deutsche Wirtschaft zu Wort: Die Sanktionen belasteten die wirtschaftliche Entwicklung, während ihr politischer Effekt irrelevant sei, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Ost-Ausschusses Klaus Schäfer (CEO Uniper SE). Er verbinde mit der Reise „die Hoffnung, dass wieder Bewegung in die festgefahrenen EU-Russland-Beziehungen kommt. Beide Seiten brauchen einander, wenn es um wirtschaftliche Prosperität, Sicherheit und Frieden in Europa geht“, sagte Schäfer.

Laut Schäfer ist das Interesse der Wirtschaft an einem Engagement in Russland groß. Investitionen und Handel sind nach einer mehrjährigen Durststrecke zuletzt wieder deutlich gestiegen. So wuchs das Handelsvolumen in den ersten beiden Monaten 2017 um 37 Prozent auf zehn Milliarden Dollar.

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