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Putin provoziert Russische Kampfjets über Europa gesichtet

Putin demonstriert seine Macht: Über Nord- und Ostsee sind vermehrt russische Bomber gesichtet worden. Die Nato spricht von einem „größeren Vorstoß“. Die EU lässt „Beinahe-Zusammenstöße“ mit Militärmaschinen untersuchen.
Update: 09.12.2014 - 10:10 Uhr 85 Kommentare
Ein russischer MiG-29-Kampfjet bei einer Übung (Archivfoto). Quelle: dpa

Ein russischer MiG-29-Kampfjet bei einer Übung (Archivfoto).

(Foto: dpa)

WashingtonIn den vergangenen Tagen sind nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums wieder verstärkt russische Militärflugzeuge über der Nord- und Ostsee gesichtet worden. Das berichtete der US-Fernsehsender CNN am Montagabend (Ortszeit) unter Berufung auf einen Mitarbeiter des Pentagons. Am Samstag und Sonntag seien jeweils ein Dutzend Maschinen, darunter Kampfbomber und Tankflugzeuge unterwegs gewesen. Dass dies zwei Tage hintereinander geschehen sei, sei ungewöhnlich, hieß es weiter. Nato-Flugzeuge und Militärjets aus Schweden und Finnland hätten die Lage verfolgt.

Die Nato sei noch dabei, die Vorfälle auszuwerten, sagte Pentagonsprecher Oberst Steven Warren dem Sender. Er sprach von einem „größeren Vorstoß“, den er als eine Machtdemonstration des russischen Präsidenten Wladimir Putin bezeichnete. Die russischen Flugzeuge seien jedoch in internationalem Hoheitsgebiet unterwegs gewesen, betonte Warren.

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) untersucht mehrere „Beinahe-Zusammenstöße“ zwischen zivilen Flugzeugen und Militärmaschinen. Die EU-Behörde mit Sitz in Köln habe von der EU-Kommission einen Auftrag zur Prüfung erhalten. An mindestens einem der Vorfälle sei ein russisches Flugzeug beteiligt gewesen, sagte ein Sprecher.

Die EASA teilte mit, sie untersuche eine Serie von Vorfällen in den vergangenen Monaten. „Wie von verschiedenen EU-Mitgliedstaaten berichtet, waren die Transponder der Militärmaschinen ausgeschaltet und es war nicht möglich, Funkkontakt mit ihnen aufzunehmen. Dies könnte eine unmittelbare Gefahr für die Sicherheit der zivilen Luftfahrt dargestellt haben.“ Der geschäftsführende Direktor der Behörde, Patrick Ky, sprach von „einer sehr ernsten Angelegenheit“. Die EASA werde nun mit allen relevanten zivilen und militärischen Stellen in Kontakt treten.

„Vorsätzliche, andauernde Destabilisierung durch Russland“

Die Luftfahrtbehörde soll die Ursachen der Zwischenfälle untersuchen und Empfehlungen dazu geben, wie mögliche Gefahren für die zivile Luftfahrt minimiert werden können. Bis März 2015 will sie der EU-Kommission dazu Bericht erstatten.

Russische Kriegsschiffe im Ärmelkanal

Ende November hatte die russische Marine ein Manöver im Ärmelkanal begonnen. Der U-Boot-Zerstörer „Seweromorsk“ der russischen Nordflotte sowie weitere Schiffe passierten den Kanal zwischen dem französischen Calais und dem britischen Dover. Die Manöver gelten als Antwort Russlands auf ähnliche Übungen der Nato im Osten Europas.

Die britische Marine wusste von dem Manöver und hatte die russischen Schiffe am Dienstag durch die Straße von Dover begleitet, bis sie französische Gewässer erreichten, wie das Londoner Verteidigungsministerium am Freitag mitteilte. Alle Schiffe dürften nach internationalem Recht diesen Weg nehmen, sagte ein Sprecher.
Russland hält seit mehreren Wochen Militärmanöver mit verschiedenen Streitkräften weit außerhalb seiner Landesgrenzen ab - auch mit Langstreckenbombern. Die Nato hatte die Übungen als „ungewöhnlich“ bezeichnet. Allerdings halten sich die russischen Streitkräfte in neutralen Gewässern oder im internationalen Luftraum auf.

Russland will mit dieser Präsenz angesichts der schwersten Krise mit dem Westen seit dem Kalten Krieg militärische Stärke zeigen. Auch Nato-Staaten hatten zuletzt zum Ärger Russlands im Osten Europas immer wieder Manöver abgehalten, darunter auch in der Ukraine. US-Kriegsschiffe hatten sich wiederholt im Schwarzen Meer und damit auch in der Nähe Russlands aufgehalten. Russland kritisierte, dass die Schiffe sich dort länger als zulässig aufhielten.
Kremlchef Wladimir Putin erinnerte zuletzt daran, dass sich Moskau zu Zeiten des Kalten Krieges vor allem mit militärischen Drohgebärden Gehör und Respekt habe verschaffen können.

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  • rtr
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85 Kommentare zu "Putin provoziert: Russische Kampfjets über Europa gesichtet"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Volkers, Stark, Thomsen..... lol

  • Es dröhnen die Drohnen vom blauen Himmel herab
    Sie nehmen die Bösen ins Visier und schießen sie ab

    Es sterben dabei zehnmal mehr die Guten
    und wir sehen zu wie sie verbluten

    Merkel ist es egal Sie will das sie Sterben
    nur so kann Sie etwas von den Amis erben

    Wer mit dem Bösen verbunden oder nahe ist
    hat eben Pech, wenn die Drohne ihn nicht wichtig ist

    Das ist nicht schön was Obama da tut
    wir schauen nicht hin, denn wir sind ja gut

    Wir können in den Spiegel schauen
    darauf lasst uns Minarette hier im Lande bauen

    Das ist zwar verlogen und wir stinken nach Kotze
    wir wollen den Profit und ignorieren Gemotze

    Wir sind die Guten mit dem Geld
    das weiß schließlich die ganze Welt

    Wäre es nicht so, dann würden wir lügen
    und die Welt noch mehr betrügen

    Passt auf und gebt fein acht
    dass der Russe nicht noch mehr lacht

    Dem geben wir was auf seine Fresse
    dann können wir ihn vergesse

    Leider ist der Ami dumm
    der Russe haut uns diesmal um

    Der Globus wird nun doch nicht eckig
    und der Chinese lacht sich scheckig

  • weissenfels, mayr, wisnewsky, jetzt bode

    Habe ich welche vergessen ?

  • sorry meinte Herrn Schmidt... ^^

  • dami Marvin zeigen kann wie kreativ er bei der Wahl neuer Nicknames ist ;)

  • ach man...
    wieso dürfen wir denn nicht unsere eigenen "Werte" haben?
    gibt es denn nichts, was zwischen Russland und USA liegt?

    Oh doch, da liegt ja Europa.

    Wie kommen Sie darauf, dass wenn Herr Falk schreibt er sei gegen Folter wie in den USA, dass er Folter in Russland befürwortet.

  • George [email protected]
    Sehr gut auf dem Punkt gebracht die Sache mit der Hochfinanz.

  • wenn dann sage ich, auch wir sind im Unrecht!

    ich trete nicht für Putin ein, sondern gegen "unseren" Kurs, den Kurs des "Westens".

  • "Putin wirft dem Westen unberechtigerweise vor Unrecht zu begehen und versucht seine Handlungen dann damit zu rechtfertigen"
    hören Sie doch bitte auf so einen Schrott zu verbreiten.
    Weder war das Einmarschieren in den Irak rechtens, noch achten die USA Menschenrechte und treten Sie in Form von Guantanamo mit Füßen.
    Dabei handelt es sich keineswegs um russische Propaganda.
    Wenn der Westen mit dem Brechen des Rechts innerhalb des rechtlichen Rahmen handelt, dann tut Russland das auch.
    Wieso also ist Russlands Handeln falsch, wenn es bei uns richtig war? Weil es uns gerade nicht passt?

  • @vittorio Qeri,
    Sie haben recht. Marvin, Christoph Bode hätten es aber durchaus auch verdient, einer Auszeichnung der Amerikanischen Regierung zu erhalten, oder wenigstens einmal von der Antlantikbrücke eingeladen zu werden, wo sonst immer nur die Medienzare sitzen.

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