Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Putins Geschäfte mit Indien Waffen, Diamanten – und bald auch Gas und Öl?

Seite 2 von 2:
Auch Russlands Rohstoffe sind gefragt

Über Jahrzehnte hinweg war Moskau der wichtigste Rüstungslieferant Neu Delhis: von MiG-21-Jets und T-55-Panzern in den 1960ern bis hin zu Sukhoi-30MKI-Jets, T-90S-Kampfpanzern und Atom-U-Booten heute. Doch in den vergangenen Jahren lief längst nicht alles rund. So konnte Indien erst fast zehn Jahre nach Vertragsabschluss und zahlreichen Pannen den in Russland umgebauten Flugzeugträger „Vikramaditya“ übernehmen. Indien blickte zuletzt verstärkt gen Westen – und im Sommer stiegen die USA zum größten Rüstungspartner Indiens auf.

Auch Russlands Rohstoffe könnten bald vermehrt in den Subkontinent fließen. „Momentan ist Westeuropa noch der größte Markt für russisches Öl und Gas, aber die Russen versuchen wegen der politischen Spannungen in der Ukraine und um die Krim, ihre Exportmärkte zu diversifizieren“, meint Amit Bhandari, Energieexperte der Denkfabrik Gateway House in Mumbai. Großes Hindernis für den Bau einer Pipeline war aber bislang die Geografie: sowohl der Himalaya als auch Indiens Erzfeind Pakistan stehen zwischen den Ländern.

Dem Kreml zufolge hat Indien auch Interesse am Ausbau des Diamanten-Handels mit Russland. Derzeit importiere Indien russische Rohdiamanten noch über Belgien und Dubai, nun könnte in Mumbai aber ein gesonderter Handelsplatz gegründet werden – mit Putins Unterstützung. Russland ist der größte Diamanten-Produzent der Welt.

M.K. Bhandrakumar, einst Indiens Botschafter in Usbekistan und der Türkei, schreibt in der Zeitung „Hindustan Times“, die Zeit sei günstig für neue Ideen. Indien könne nun die Spannungen zwischen Russland und dem Westen nutzen. Auch persönlich könnte es zwischen den „charismatischen Anführern“ Putin und Modi klappen. „Beide sind sich ihrer Herkunft äußerst bewusst und stellen sich eine große Zukunft für ihre Länder in der Welt von heute vor“, meint er.

  • dpa
Startseite
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Putins Geschäfte mit Indien - Waffen, Diamanten – und bald auch Gas und Öl?

2 Kommentare zu "Putins Geschäfte mit Indien: Waffen, Diamanten – und bald auch Gas und Öl?"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • "like"

  • "Jedes Kind in Indien weiß, dass Russland unser bester Freund ist"

    Die Swoboda-Verteher werden aber jetzt toben.
    Mit welchen Sanktionen und False-Flag-Aktionen darf Indien jetzt rechnen?
    Zum Glück brauchen wir keine Rohstoffe. Und Waffen würden wir nur benötigen, wenn die Grünen die deutsche Regierung stellen würden. Die Grünen sind ja mittlerweile militanter, als alle anderen Parteien zusammen jemals gewesen sind.

Serviceangebote