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Raif Badawi Inhaftierter saudischer Blogger im Hungerstreik

Raif Badawi verbüßt in Saudi-Arabien eine zehnjährige Haftstrafe wegen angeblicher Beleidigung des Islams. Außerdem wurde der Blogger 1000 Stockhieben verurteilt. Nun ist der 31-Jährige in Hungerstreik getreten.
Demonstranten fordern die Freilassung des inhaftierten Bloggers. Quelle: dpa
Weltweite Proteste

Demonstranten fordern die Freilassung des inhaftierten Bloggers.

(Foto: dpa)

KairoDer inhaftierte saudische Blogger Raif Badawi ist nach Angaben seiner Ehefrau in einen Hungerstreik getreten. Er habe den Hungerstreik am Dienstag begonnen, nachdem er in ein abgelegenes Gefängnis außerhalb der Stadt Dschidda im Westen Saudi-Arabiens verlegt worden sei, sagte Ensaf Haidar der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. Dies bedeute, das sein Fall abgeschlossen worden sei.

„Seine Stockhiebe könnten jederzeit wieder anfangen“, sagte Haidar, die mit den drei gemeinsamen Kindern in Kanada lebt. „Ich mache mir große Sorgen um seine Gesundheit, denn er ist schwach und hat gesundheitliche Probleme.“ Die saudischen Behörden machten dazu am Freitag keine Angaben.

Der Blogger verbüßt im islamisch-konservativen Saudi-Arabien eine zehnjährige Haftstrafe wegen angeblicher Beleidigung des Islams. Außerdem wurde der 31-Jährige zu 1000 Stockhieben verurteilt. Die ersten 50 Stockhiebe hatte er im Januar erhalten. Dagegen gab es weltweit Proteste. Die weitere Vollstreckung wurde ausgesetzt, offiziell aus Gesundheitsgründen.

Die Linken-Menschenrechtsexpertin Annette Groth forderte die Freilassung Badawis und anderer politischer Gefangener in Saudi-Arabien. „Die Bundesregierung muss sich endlich nachdrücklich dafür einsetzen, dass die barbarischen Körperstrafen genauso wie die Todesstrafe in Saudi-Arabien abgeschafft werden“, erklärte die Bundestagsabgeordnete.

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