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Ratingagentur S&P stuft Japan herab

Nur noch „gut bis befriedigend“: Die Ratingagentur S&P hat die Bonität von Japan herabgestuft. Damit reagiert die Agentur auf die ungelösten wirtschaftlichen Probleme des Landes. Zuletzt sank das BIP um 1,6 Prozent.
16.09.2015 - 14:00 Uhr
Japan musste im Kampf um den wirtschaftlichen Aufschwung zuletzt einen herben Rückschlag hinnehmen. Jetzt senkte die Ratingagentur S&P die Bonitätsnote des Landes. Quelle: AFP
Japans Premier Shinzo Abe

Japan musste im Kampf um den wirtschaftlichen Aufschwung zuletzt einen herben Rückschlag hinnehmen. Jetzt senkte die Ratingagentur S&P die Bonitätsnote des Landes.

(Foto: AFP)

Bangalore Angesichts durchwachsener Konjunkturaussichten hat die Ratingagentur S&P Japans Bonität herabgestuft. Sie senkte die Note am Mittwoch von „AA-“ auf „A+“. Damit werden die Anleihen des Landes zwar weiter als sichere Anlage bewertet, doch rangiert die Bonität nur noch im Bereich von „gut bis befriedigend“. Den Ausblick erhöhte S&P zugleich auf stabil von negativ.

Der Regierung in Tokio wird es nach Ansicht der Agentur binnen zwei bis drei Jahren wahrscheinlich nicht gelingen, das Wachstum entscheidend anzukurbeln und die Deflation zu beenden. Japan litt jahrelang auf breiter Front unter fallenden Preisen, was Umsätze und Löhne drückte. Um diese deflationäre Abwärtsspirale zu beenden, pumpt die Zentralbank billiges Geld in den Markt.

Das Bruttoinlandsprodukt sank im zweiten Quartal dennoch mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 1,6 Prozent. Zu Jahresbeginn war die nach den USA und China drittgrößte Volkswirtschaft der Welt noch kräftig gewachsen. Der Schwächeanfall ist auch ein Rückschlag für Ministerpräsident Shinzo Abe, der das schnell alternde Land auch mit Konjunkturprogrammen aus der Flaute steuern will.

Gemessen am BIP hat Japan zudem einen riesigen staatlichen Schuldenberg angehäuft: 2014 betrug er 226 Prozent der Wirtschaftsleistung. Ökonom Stefan Große von der NordLB verweist darauf, dass die Agentur die Herabstufung zwar mit verschlechterten konjunkturellen Aussichten begründet. „Sie legt aber auch nochmal den Finger in die Wunde der ungelösten Probleme - Staatsverschuldung, Demografie, Deflation.“

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