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Reaktion auf nordkoreanisches Programm Japan kommt mit Raketenabwehrschild voran

Japan hat im Rahmen des Aufbaus eines Raketenabwehrschildes ein drittes Patriot-System im Großraum Tokio installiert. In den kommenden Jahren sollen weitere Abwehrsysteme an mehreren Orten folgen – auch auf Schiffen.

HB TOKIO. Die Einrichtung von zwei PAC-3-Abschussvorrichtungen auf einer Base des Luftwaffenstützpunkts Yokosuka erfolgte am Mittwoch vor dem Hintergrund der als Bedrohung empfundenen Raketenprogramme Nordkoreas. Im März und November 2007 waren die ersten beiden Systeme auf Stützpunkten nördlich und östlich der japanischen Hauptstadt installiert worden.

Rund 80 Mitglieder einer Bürgergruppe protestierten laut Medienberichten vor der zum Standort Yokosuka gehörenden Takeyama- Base gegen die Stationierung des PAC3-Systems. Die Regierung beschleunigt ihre Raketenabwehrpläne, nachdem das Regime in Pjöngjang im Jahr 2006 Raketentests vorgenommen hatte. Bereits 1998 hatte der Abschuss einer nordkoreanischen Langstreckenrakete über Japan hinweg die Bevölkerung geschockt.

Jede PAC-3-(Patriot Advanced Capability) Abschussvorrichtung kann mit bis zu 16 Raketen bestückt werden und deckt einen Radius von mehreren Dutzend Kilometern ab. Das System ist mobil und könnte auch auf andere Basen verlegt werden. Auch Japans Sicherheitspartner USA hat ein PAC-3-System auf dem US-Stützpunkt Kadena auf der südjapanischen Inselprovinz Okinawa installiert, wo der größte Teil der US-Streitkräfte in Japan stationiert ist. Bis 2011 plant Japan PAC-3-Abschussrampen an insgesamt elf Orten. Hinzu kommen SM-3- Raketenabwehrsysteme auf Aegis-Schiffen.

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