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Reaktion auf Nordkoreas Tests US-Armee stationiert Raketenabwehrsystem in Südkorea

Die USA reagieren auf die Provokationen von Nordkorea: Nach den jüngsten Raketentests stationiert die US-Armee zwei Abschussrampen in Südkorea. Außerdem fordern die USA und Japan eine Sitzung des Uno-Sicherheitsrates.
07.03.2017 - 02:49 Uhr Kommentieren

US-Armee beginnt mit Stationierung von Raketenabwehrsystem in Südkorea

Tokio Die US-Armee hat nach dem jüngsten nordkoreanischen Raketentest mit der Stationierung eines Raketenabwehrsystems in Südkorea begonnen. Der jüngste nordkoreanische Raketentest sei ein Beweis dafür, dass es nötig sei, Thaad-Systeme nach Südkorea zu bringen, sagte Harry Harris, Kommandeur der US-Truppen im Pazifik am Dienstag. Einem Bericht der Agentur Yonhap zufolge seien zwei Abschussrampen in dem Land angekommen.

Nordkorea hatte am Montag vier ballistische Raketen abgefeuert. Einige von ihnen stürzten 300 Kilometer vor der japanischen Küste ins Meer. Die Tests seien von einer Armee-Einheit ausgeführt worden, deren potenzielles Ziel US-Stützpunkte in Japan seien, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur KCNA. „In den Herzen der Soldaten ... war ein brennendes Verlangen nach gnadenloser Vergeltung gegen die Kriegstreiber, die mit ihren gemeinsamen Manövern weitermachten.“ Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un habe den Test beaufsichtigt. Die USA und Südkorea haben am Mittwoch mit ihrem jährlichen gemeinsamen Manöver begonnen. Nordkorea sieht in diesen Übungen eine Vorbereitung auf einen Krieg auf der koreanischen Halbinsel und hat mit „starken Vergeltungsmaßnahmen“ gedroht.

US-Präsident Donald Trump sicherte Japan die hundertprozentige Unterstützung zu, wie Japans Regierungschef Shinzo Abe sagte. Er hat einen harten Kurs gegenüber der Regierung in Nordkorea angekündigt. Die USA und Japan forderten nun eine Sitzung des Uno-Sicherheitsrates.

Zuletzt hatte Nordkorea im vergangenen Monat eine Rakete getestet. Bereits 2016 hatte Nordkorea mehr als zwanzig Raketentests und zwei Atomtests absolviert und damit gegen Resolutionen der Vereinten Nationen (Uno) verstoßen.

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    Nordkorea hat unterdessen davor gewarnt, dass die seiner Ansicht nach offensichtlichen Atomkriegs-Manöver der USA und Südkorea, die koreanische Halbinsel in ein „nukleares Desaster“ stürzen. Die USA benutzten in den Manövern unter anderem atomar betriebene Flugzeugträger, Atom-U-Boote und Tarnkappenflugzeuge, kritisierte der nordkoreanische Uno-Botschafter, Ja Song Nam, in einem Brief an den Sicherheitsrat. „Das könnte in einen tatsächlichen Krieg übergehen“, erklärte Ja. Die Situation im Gebiet der koreanischen Halbinsel sei damit wieder am Rande eines Atomkriegs.

    • dpa
    • rtr
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