Rebellen aus dem Jemen Huthis nehmen an Friedensgesprächen teil

Seit Wochen bemühen sich die Vereinten Nationen, die Kriegsgegner aus dem Jemen an den Verhandlungstisch zu bringen. Mit Verzögerung rückt der Beginn der Gespräche nun offenbar doch in greifbare Nähe.
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Friedensgespräche sollen die vertrackte Situation im Jemen lösen. Die Huthis sind mit von der Partie. Quelle: AFP
Huthi-Rebellen in Sanaa

Friedensgespräche sollen die vertrackte Situation im Jemen lösen. Die Huthis sind mit von der Partie.

(Foto: AFP)

SanaaDie Chancen für Jemen-Friedensgespräche sind gestiegen. Mit einem Tag Verspätung brach am Sonntag auch eine Delegation der schiitischen Huthi-Rebellen zur UN-Konferenz nach Genf auf. Vertreter der Exilregierung um Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi sind bereits seit Samstag in der Schweiz.

Die Huthis beherrschen große Teile des Jemen. Sie sind verbündet mit Anhängern des ehemaligen jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Salih und erhalten Unterstützung vom Iran. Hadi floh Ende März vor dem Vormarsch der Huthis nach Saudi-Arabien, das kurz danach Luftangriffe gegen die Rebellen startete. Die Kämpfe stiften Chaos im Land, Millionen Menschen leiden Not.

Der erste Versuch einer UN-Friedenskonferenz war Ende Mai gescheitert. Nach Zusagen beider Seiten hatten die Vereinten Nationen den 14. Juni als neuen Termin angesetzt. Doch flogen die Huthis nicht wie geplant am Samstag nach Genf, stattdessen erhoben sie politische Bedenken. Denn der Ministerpräsident der Exilregierung, Chaled Bahah, hatte zu Wochenbeginn klargestellt, dass seine Regierung von den Gesprächen ihre Rückkehr an die Macht erwarte.

Am Sonntag hieß es von Seiten der Huthis, die UN hätten sich darauf eingelassen, die Struktur der Gespräche zu erweitern und nicht nur die beiden Kriegsparteien einzubeziehen. Deshalb habe man sich zur Teilnahme an der Konferenz entschlossen. Abdulmalik Agra vom politischen Rat der Huthis sagte, die Delegation schließe die Huthi-Führer Mehdi Maschat und Ali Hamsa al-Huthi ein.

Die Luftangriffe der saudisch geführten Koalition hielten nach Angaben aus Sicherheitskreisen auch am Sonntag an. Am Samstag hatten sie sich vor allem auf Häuser von Anhängern des Ex-Präsidenten Salih in Sanaa konzentriert. Dabei sollen sechs Zivilisten getötet und Dutzende verletzt worden sein

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  • dpa
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