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Rechtskosten Ex-Anwalt Cohen verklagt „Trump Organization“ und fordert Millionen

Seine Tätigkeit für US-Präsident Donald Trump kommt Michael Cohen teuer zu stehen. Nicht nur, weil er rechtskräftig verurteilt wurde. Sondern auch, weil er bislang auf den Rechtskosten sitzen bleibt.
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Der ehemalige Anwalt von Donald Trump fordert fast zwei Millionen Dollar Schadensersatz. Quelle: AP
Michael Cohen

Der ehemalige Anwalt von Donald Trump fordert fast zwei Millionen Dollar Schadensersatz.

(Foto: AP)

New YorkDer frühere Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Michael Cohen, verklagt die Trump-Organisation auf Zahlung von rund 1,9 Millionen Dollar Anwaltskosten. Nach der am Donnerstag bei einem Gericht im Bundesstaat New York eingereichten Klage handelt es sich dabei um Ausgaben, die Cohen für seinen Rechtsbeistand in zahlreichen Anhörungen und Verfahren gegen ihn aufwenden musste.

Cohens Anwälte werfen der Trump-Organisation Vertragsbruch vor. Sie argumentieren, die Trump-Organisation habe im Juli 2017 vereinbart, die Kosten für Cohens Anwälte bei den diversen Untersuchungen zu übernehmen.

Die Trump Organization habe im Mai 2018 aufgehört, Cohens Rechtskosten zu übernehmen, nachdem er begonnen habe, mit Staatsanwälten zu kooperieren. Dadurch sei ein Vertrag nicht eingehalten worden, weswegen Cohen Schadenersatz fordere.

Durch den Vertragsbruch sei Cohen zudem weiterer Schaden entstanden, den die Trump-Organisation ebenfalls erstatten müsse. Die endgültige Summe solle bei dem Gerichtsverfahren bestimmt werden.

Cohen gestand im August 2018 Steuervergehen und Verstöße gegen Wahlkampfvorschriften ein und dass er den Kongress belogen habe. Im Dezember wurde der Ex-Anwalt zu drei Jahren Haft verurteilt, die er im Mai antreten soll.

Die Trump-Organisation umfasst die verschiedenen Unternehmen der Firmengruppe. Mit seinem Amtsantritt im Januar 2017 zog sich der Präsident zwar aus der Führung zurück, die er seinen beiden ältesten Söhnen überließ – gehören tut ihm die Trump-Organisation aber immer noch.

Cohen hat sich von Trump abgewandt und vor Gericht und dem US-Kongress schwere Vorwürfe gegen den Präsidenten erhoben. Im vergangenen Jahr hatte sich der Jurist selbst vor Gericht wegen mehrerer Vergehen schuldig bekannt, unter anderem wegen einer Falschaussage vor dem Kongress und wegen Verstößen gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung. Bei letzterem handelte es sich um Schweigegeldzahlungen, die Cohen nach eigener Aussage im Auftrag von Trump ausgeführt hatte.

Der 52-Jährige arbeitet mit FBI-Sonderermittler Robert Mueller zusammen. Trump hat ihn deswegen öffentlich als „Ratte“ bezeichnet. Bei den Untersuchungen von Sonderermittler Robert Mueller geht es unter anderem um die Frage, ob es im Präsidentschaftswahlkampf 2016 Geheimabsprachen des Trump-Lagers mit Russland zugunsten des Republikaners gegeben hat und ob Trump die Justiz behindert hat.

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