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Rede zum Kampf gegen IS Obama schlägt los

Al-Kaida war gestern – heute ist der IS für die USA die größte Terror-Bedrohung. Am Vorabend des 9/11-Jahrestages verkündete US-Präsident Barack Obama, wie er die Miliz bekämpfen will. Es wird eine schwierige Mission.
11.09.2014 - 07:16 Uhr 28 Kommentare

Washington Amerika in der Luft, die Verbündeten auf dem Boden. So wird der Krieg gegen die Terrororganisation IS nach dem Willen von Barack Obama aussehen. 475 zusätzliche Amerikaner sollen zur Unterstützung entsandt werden, jedoch nicht um zu kämpfen, betonte der US-Präsident bei einer Ansprache am Mittwochabend in Washington. Er habe mit dem Kongress gesprochen und mit den Oberhäuptern befreundeter Staaten.

Auch sollen „gemäßigte“ Rebellen in Syrien mit Waffen und Ausbildung unterstützt werden. Eine Kooperation mit der syrischen Regierung schloss Obama kategorisch aus. Die Zustimmung des US-Kongresses braucht der Präsident eigentlich nicht. Aber er will eine breite politische Unterstützung sichern, nicht zuletzt, weil die Einsätze sich nicht auf wenige Wochen beschränken werden. In ersten Reaktionen zeigten sich Kongressmitglieder beider Parteien, der Demokraten und Republikaner, grundsätzlich einverstanden mit dem härteren Vorgehen.

Am Ende will der US-Präsident aber nicht nur die Niederschlagung des Terror-Netzwerks. Alle politischen Kräfte sind zur Zusammenarbeit aufgerufen. Der Aufstieg von IS könnte letztlich der bislang fehlende Katalysator für eine Neuordnung des Mittleren Ostens werden. Die Zerstörung der alten Ordnung begann mit dem Einmarsch der Amerikaner im Irak und ging über den arabischen Frühling bis heute. Jetzt scheint sich alles auf einen Kulminationspunkt zuzubewegen.

Um aber den „Krebs“, wie Obama die Terrororganisation IS nannte, herauszuoperieren, werde man eine lange Zeit brauchen. Und es wird viel Geld kosten. Amerika werde eine breite Koalition anführen, um die Terrorbedrohung zurückzudrängen, so Obama. „Wir stehen für Friede, Würde und Freiheit.“ Außenminister John Kerry werde nach Bagdad fliegen, um mit der neuen Regierung Iraks zu sprechen und in den kommenden Tagen weitere Staaten im Mittleren Osten besuchen, teilte das US-Außenministerium mit.

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    Nicht nur Obama fühlt sich bedroht von IS. Irgendwo in einem Versteck in Afghanistan oder Pakistan wird auch Al-Kaida-Anführer Aiman al-Sawahiri am Mittwochabend vor einem Computer-Bildschirm gesessen und die Ansprache des US-Präsidenten verfolgt haben. Die massiven Schritte zur Eindämmung der Macht und, wie Obama betonte, letztendlichen Vernichtung von IS kommen dem Terrorführer nur gelegen. Er wird zwar nicht der Koalition der IS-Bekämpfer angehören. Aber profitieren könnte er trotzdem.

    Al-Kaida zum Auslaufmodell degradiert
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    28 Kommentare zu "Rede zum Kampf gegen IS: Obama schlägt los"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Nur wenige werden widersprechen, wenn ich Sie als einen beispielhaften Medientroll bezeichne. Es macht zwar Mühe auch Argumente und andere Sichtweise wahrzunehmen aber die Fähigkeit zur inhaltlichen Auseinandersetzung erweitert sich dadurch ungemein.
      Ansonsten bleibt nämlich nichts ausser plumper Diffamierung und dem offensichtlichen Versuch eine Diskussion zu sabotieren.

    • Nachtrag:
      Im Interview im Nachrichtenmagazim Hintergrund hat Ray McGovern,, der 27 Jahre als analyst für die CIA gearbeitet hat auf den offenen Brief an Frau Merkel, den er mit acht Geheimdienstkollegen verfasst hat, verwiesen.
      Er kommt dort zu dem Schluss, daß der Abschuss der malaysischen Zivilmaschine MH17 in der Ostukraine durch das ukrainische Militär erfolgt ist und deshalb alle Beteiligten die Wahrheit lieber nicht an die Öffentlichkeit bringen wollen.
      Warum auch die Russen, die doch die Hauptbeschuldigten und sogar postwendend Bestraften sind, durch Sanktionen?
      Weil damit das "Wunder" möglich geworden ist, daß Pornoschenko der ukrinischen Armee nach über fünf Monaten Krieg gegen die eigene Bevölkerung den Befehl zum Waffenstillstand gegeben hat. Denn wenn seine Verantwortung für den Abschuss bekannt wird ist seine Macht dahin und sein Leben wohl keinen Pfiferling mehr wert. Faschisten nehmen Versagen sehr übel und die Rechtsradikalen Faschisten sind ja nicht nur in der ukrainischen Regierung an zentralen MachtPositionen sondern auch mit eigenen Kampftruppen, oder sollte ich besser sagen bewaffneten Mörderbanden aktiv, wie sie auf dem Maidan, in Odessa und anderswo bewiesen haben.

      Tja, und wenn man dann den direkten zeitlichen Zusammenhang sieht mit dem medialen Auftauchen der ISIS-terrormilizen im anschluss an den abschuss von MH17 könnte man fast auf den gedanken kommen, daß da irgendein Zusammenhang bestehen könnte. Ob die USA am ende doch noch Einfluß haben auf die von ihnen bekanntermassen mitaufgebauten, mitfinanzierten ISIS? Dann wäre auch die perfekte mediale Inszenierung des Terrors nicht mehr ganz so überraschend, weil man sich doch ansonsten schon sehr wundert woher die Terroristen so genaue Kenntnis darüber haben wie man "im Westen" maximale Aufmerksamkeit und damit auch geplante Reaktion provoziert.
      Hier der Link
      http://www.hintergrund.de/201409093233/globales/kriege/qwir-haben-keine-freie-presse-mehrq.html

    • Nur wenige werden widersprechen, wenn ich Sie als ein beispielhaftes Ergebnis einer gezielter Medienarbeit bezeichne. Es macht zwar Mühe sich auch einmal Hintergrundinformationen zu lesen, aber die Sichtweise und der Horizont erweitern sich ungemein.

    • You don't make friends by dropping bombs on other peoples heads. Das sollt mal irgendwer versuchen den Amerikanern zu erklären.
      Jetzt haben sie schon so viele Staatsgebilde zerstört, Regierungschefs beseitigt, bevorzugt durch die Unterstützung bzw. den Aufbau von Terrormilizen oder auch schlichten Angriffskrieg, und *trotzdem* will ihnen niemand so recht vertrauen was für "Friede, Würde und Freiheit" sie darzubieten haben.
      Ich finde das eine *super*-Strategie mit *toller* langfristiger Perspektive wenn jetzt wieder mit Hurra in den Krieg gezogen wird.
      Mir kommt immer öfter der Verdacht, daß die Destabilisierung und das Chaos durch die Beseitigung bzw. Bekämpfung des jeweils aktuellen *Bösen* gar nicht ungeplantes Mißgeschick ist sondern viel eher sogar genau so geplant?
      Frau Merkel hat auch 2003 schon Hurra geschrien als Bush Junior zum heiligen Krieg gegen den Irak geblasen hat.
      Hochinteressant schien mir aktuell der offene Brief einer Gruppe von Ex-CIA Entscheidungsträgern an Frau Merkel, in dem diese u.a. darauf hingewiesen wurde, daß Geheimdienste tatsächlich regelmässig lügen und täuschen, so z.B. bei den behaupteten Massenvernichtungswaffen von Saddam Hussein.

      Die immer radikalere Fokussierung auf rein militärische aussen*politik* wie sie mittlerweile auch in der EU und - Dank Frau vdLeyen und Konsorten - auch hier in D immer lauter durch die Öffentlichkeit dröhnt scheint mir wenig geeignet als Nachweis für intelligentes Handeln mit Zukunftsperspektive.

    • SO?
      ... icH sehe das ähnlich!
      hier:
      https://www.youtube.com/watch?v=rQ6XwLkA6_M

    • @Herr Ferdinand Loeffler:

      natürlich sind IS und anderer "Terroristen" oder ähnliche Gruppierungen schlecht und sollten auf dieser Welt eigentlich keinen Platz haben, da gebe ich Ihnen recht bzw. jeder Mensch der anderen Menschen wegen "Machtanspruch" oder dergleichen Schade zufügt...

      Allerdings sollten Sie eben mal schauen wie IS überhaupt entstanden ist...
      Das Ganze läuft seit Jahren nach Schema F ab... irgendwo entsteht rein zufällig eine "Terroreinheit", meist in der Nähe von ÖL und in Ländern die angeblich oder vll. auch wirklich "Israelfeindlich" bzw. "US-feindlich" sind und aufeinmal muss die Weltpolizei wieder mal reinrennen und denen vorschreiben wie es zu laufen hat...

    • Leider zeugen die meisten Kommentare von einer vollkommenen Fehleinschätzung der Lage. Nach dem ersten schweren Attentat in Deutschland, das nur noch eine Frage der Zeit ist, wenn die Geheimdienste nicht mehr geheim arbeiten dürfen, wird sich die Meinung hoffentlich ändern. Mit der deutschen Operettenarmee ist ja kein Kampf gegen IS möglich. Und dann wird der Ruf nach der Nato laut.

    • ok nun heißt der Artikel wenigstens "Obama schlägt los"... das passt ein wenig besser ;)

    • Die Aussagen des US Hawaiianers sind der Brüller des Tages.
      Chef des weltweit größten Kriegstreibers USA spricht von Frieden. Wer hat den gedopt?

    • Er meint, mit Bomben und Toten zur Freiheit. Sozusagen
      als Erlösung.

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