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Referendum zur Krankenversicherung Schweizer wollen sich weiter privatversichern

Die Privatkassen bleiben der Schweiz erhalten: Eine Mehrheit der Wähler stimmte am Sonntag gegen eine Abschaffung der privaten Krankenversicherung. Das Referendum ist ein Erfolg für die bürgerlichen Parteien.
28.09.2014 - 14:54 Uhr Kommentieren

Genf Die Schweizer haben sich in einem Referendum gegen die Einführung einer öffentlich-rechtlichen Krankenkasse ausgesprochen. 64 Prozent der Wähler stimmten am Sonntag gegen eine Initiative, die eine Abschaffung der Privatkassen als Grundversicherung vorsah, wie das Meinungsforschungsinstitut GfS unter Berufung auf eine Hochrechnung mitteilte. Damit können in der Schweiz lebende Bürger weiterhin zwischen 61 wettbewerbsorientierten Privatversicherungen wählen.

Mit der Einheitskasse wollten linke Parteien, Branchenverbände und Gewerkschaften dieses System abschaffen und die Kosten im Gesundheitswesen reduzieren. Sie warfen den privaten Kassen Geldverschwendung unter anderem für Marketingkampagnen vor. Die bürgerlichen Parteien warben hingegen für eine Beibehaltung des Wettbewerbssystems und warnten ebenfalls vor steigenden Kosten sowie einer sinkenden Qualität durch die Einführung der Einheitskasse.

Die Beitragszahlungen für die Privatkassen sind unabhängig vom Einkommen, stattdessen variieren sie je nach Kasse, Alter und Wohnort. Rabatte gibt es etwa bei einer höheren Selbstbeteiligung oder einer begrenzten Ärzteauswahl. Das durchschnittliche Nettoeinkommen in der Schweiz liegt bei 4950 Schweizer Franken (rund 4100 Euro). Die Prämien für die Krankenversicherung betragen im Schnitt etwa 400 Franken pro Person.

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