Reform EU schafft gesetzliche Pflicht zu Quartalsberichten ab

Börsennotierte Unternehmen in der EU sind ab 2015 gesetzlich nicht mehr verpflichtet, Quartalsberichte vorzulegen. Die EU sieht sie lediglich als überflüssige Bürokratie, die für den Anlegerschutz nicht notwendig sei.
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Die gesetzliche Pflicht für Quartalsberichte bei börsennotierten Unternehmen in der EU entfällt ab 2015. Quelle: dpa

Die gesetzliche Pflicht für Quartalsberichte bei börsennotierten Unternehmen in der EU entfällt ab 2015.

(Foto: dpa)

BrüsselBörsennotierte Unternehmen in der Europäischen Union müssen ab 2015 keine Quartalsberichte mehr vorlegen. Mit der Reform der Transparenz-Richtlinie werde die gesetzliche Pflicht dazu abgeschafft, erklärte EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier am Donnerstag in Brüssel. Darauf hätten sich die Unterhändler der Mitgliedstaaten und des Europäischen Parlaments jetzt geeinigt. Mit der Reform sollen Unternehmen einerseits zu mehr Transparenz verpflichtet werden, andererseits aber von überflüssiger Bürokratie entlastet werden. Als solche betrachtet die EU die Quartalsberichte. Für den Anlegerschutz seien sie nicht notwendig. Sie förderten außerdem kurzatmige Entscheidungen der Unternehmen und behinderten langfristige Investitionen.

Die Firmen können freiwillig natürlich weiterhin Quartalsberichte vorlegen. Verpflichtet wären sie aber nur noch zu halbjährlicher Information über die Geschäftsentwicklung.

Mehr Licht ins Dunkle will die EU beim indirekten Erwerb von Anteilen an einem Unternehmen bringen, um heimliche Übernahmen zu verhindern. Der Besitzt von Finanzinstrumenten wie zum Beispiel Aktienoptionen müsste ab den im nationalen Recht geltenden Schwellenwerten veröffentlicht werden. Die Richtlinie muss jetzt noch vom Plenum des EU-Parlaments und den Mitgliedstaaten formell verabschiedet und anschließend in nationales Recht umgesetzt werden. Das Gesetz greift daher voraussichtlich ab 2015.

  • rtr
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13 Kommentare zu "Reform: EU schafft gesetzliche Pflicht zu Quartalsberichten ab"

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  • Damit man auf dem Klo was zu lesen hat

  • Ja, ist mir auch aufgefallen. Die wollten wohl mal so einfachen Unfug ohne Widerworte an den Mann bringen.

    Auch ein Grund warum ich die Online Präsenz des STERNS nicht besuche, die haben überhaupt keine Kommentarfunktion.

  • Wie kommen Sie denn darauf das unter diesen Umständen korrekte Wahlen abgehalten werden?

  • Da sollten Sie nicht den Fehler machen von sich auf die Mehrheit zu schliessen!
    Wenn Sie Recht hätten warum kaufen sich dann so viele Deutschdeppen noch die Bildzeitung?

  • "Gerade wurde wieder bei einem Artikel (FDP Diffamierung der AfD) vom HB die Kommentarzeile deaktiviert -"
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    Zumal die AfD keinerlei Absichten hinsichtlich einer Koalition mit der FDP hat.
    Da ich nicht weiß, wie das hier mit einem entsprechenden Link aussieht, einfach mal auf die Seite der AfD gehen: Pressenotizen.

  • Ich verfolge im Internet die Medien seit längerer Zeit und stelle fest, dass Manupulation und Lüge zunehmend vorherrschen. TV ist für mich schon seit Jahren völlig uninteressant geworden (ca 1h/Jahr Fernsehzeit), mit den Zeitungen und Online-Medien ist es bald auch soweit: 0h/Jahr. Und ich bin da keine Ausnahme. Medien die desinformieren und verblöden interessieren auf lange Sicht niemandem.

  • Ja, die Zunahme der Zensur deutet auf Verunsicherung in den Mainstream-Medien hin.

    Dadurch wird die Abwanderung der Leser zu unabhängigen Internet-Bloggern aber nur verstärkt.

    Und das ist auch gut so.

  • Deutlicher geht es beim HB wohl nicht mehr. Während die Abschaffung der Quartalsberichte ohne jede Kritik durchgelassen wird (-obwohl dies die Transparenz der wirtschaftlichen Entwicklung eines Unternehmens in zunehmend unsicher werdenden Zeiten,für die Anleger verschleiert), bringt man einen so stark einseitig eingefärbten Bericht über die AfD, daß man sich als Leser fragen muß, ob das für eine ernstzunehmende Redaktion überhaupt noch tragbar ist.
    Dabei verkennt der Redakteur (- oder sollte man besser LOBBYIST sagen), daß untergehende Mini-Zweckgruppen-Parteien (hier FDP) eine echte Chance ausschlagen, in Zukunft noch mitregieren zu können.
    Ich bin entsetzt, wie einseitig das HB mittlerweile berichtet. Und darüber hinaus sogar die Kommentar-Funktion für solch einen redaktionellen "Schrott" ausblendet.
    Wundert euch mal nicht, liebe Redaktion, wenn euch die Leser aufgrund solcher Entgleisungen scharenweise davonlaufen.
    Und reibt euch mal nach den Wahlen im Herbst die Augen, wie die Sitzverteilung im Parlament dann aussieht.

  • Oh, da bitt´ ich recht schön um Verzeihung! Es ist mir mein Kommentar von dort in diesen Artikel geraten!
    ENTSCHULDIGUNG!

  • IT´S A LONG WAY TO SEPTEMBER, IT´S A LONG WAY TO GO!

    Die Schwindsucht der Liberalen verwundert nicht. Aber nehmen wir doch den heutigen Querschnitt an Berichterstattung zu Hilfe. Da ist von "Zombifizierung Europas die Rede"(Pimco). Das jahrelange Tagen der EU-Kommissionen in Einwanderungsfragen. Da wird schon einmal recht vorsichtig auf die anstehenden ruinösen Minderbewertungen deutscher Lebensversicherer angespielt und dies alles soll den mündigen Bürger unberührt sein lassen?
    Aber mit den Vorstellungen der AfD ließe es sich sehr wohl in Einklang bringen: Sei es, dass die Rückführung der Entscheidungen in die nationalen Parlamente gefordert wird, sei es das Einwanderungsrecht nach kanadischem Vorbild anstreben zu wollen, sei es den Mangel an Rechtsstaatlichkeit zu beklagen und eine Wiederherstellung anzustreben, und sei es durch

    VETO WEITERE ESM-BESCHLÜSSE ZU VERHINDERN.
    Die politische Führung der FDP sollte sich an ihr altes Bild erinnern:
    DAS BILD DES FÄHNCHENS IM WINDE!

    Aber vielleicht ist der Ausweg ja ein Vorziehen der Bundestagswahl auf einen früheren Zeitpunkt. Mir wäre es recht, da ich so oder so definitiv die AfD wählen werde.

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