Regierungspartei Griechische Rechte trägt Sparpaket nicht mit

Der Juniorpartner der griechischen Koalition will das neue Sparpaket nicht mittragen. Das sagte der Vorsitzende der ultra-rechten LAOS-Partei, Giorgos Karatzaferis - und pöbelte gegen Deutschland.
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Giorgos Karatzaferis will gegen das Sparpaket stimmen. Quelle: Reuters

Giorgos Karatzaferis will gegen das Sparpaket stimmen.

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AthenDie griechische Rechte torpediert das Regierungsabkommen mit den internationalen Geldgebern. „Ich habe den anderen Parteiführern erklärt, dass ich diesem Kreditabkommen nicht zustimmen kann“, sagte der Chef der rechten Regierungspartei Laos, Giorgos Karatzaferis, am Freitag in Athen. Die Mehrparteien-Koalition soll bis zu den Wahlen im Frühjahr die von IWF, EU-Kommission und EZB geforderten Reformen auf den Weg bringen. Dazu fordert die Troika die verbindliche Zusage aller in der Regierung vertretenen Parteien, dass sie das Sparpaket tragen. Nur dann soll das Land neue Hilfsmilliarden bekommen, um eine bereits im März drohende Staatspleite abzuwenden.

Die LAOS ist mit 16 Abgeordneten im Parlament vertreten. Insgesamt verfügt die Regierungskoalition über 252 Stimmen. Der Schritt von Karatzaferis hätte aber angesichts der Mehrheitsverhältnisse in der Regierung des parteilosen Ministerpräsidenten Lucas Papademos keine Auswirkungen, sollten die beiden anderen regierungsstützenden Parteien, die Sozialisten (PASOK) und die Konservativen (Nea Dimokratia), für die massiven Sparanstrengungen votieren.

Der Euro geriet durch die Äußerungen des Laos-Politikers unter Druck und fiel unter die Marke von 1,32 Dollar. Der Deutsche Aktienindex gab um 1,8 Prozent auf 6670 Punkte nach.

Karatzaferis forderte zugleich eine Umbildung der Regierung, die von dem parteilosen früheren EZB-Vizepräsidenten Lucas Papademos geführt wird. Außerdem solle der Leiter der IWF-Mission in Griechenland, Poul Thomson, zur unerwünschten Person erklärt werden. „Wenn es vorangehen soll, muss Poul Thomsen zur persona non grata in Griechenland werden“, sagte Karatzaferis. Er warf insbesondere den Deutschen vor, alleine die EU zu regieren, „weil sie ein dickes Portemonnaie haben“.

Die Euro-Finanzminister hatten eine Entscheidung über das zweite Hilfspaket um Volumen von 130 Milliarden Euro in der Nacht zum Freitag auf kommenden Mittwoch vertagt. Bis dahin muss das Parlament in Athen den Sparmaßnahmen zustimmen. Im Parlament hätte die Regierung auch ohne die Partei von Karatzaferis eine Mehrheit.

Griechenlands Regierung will am späten Freitagnachmittag das Sparprogramm auf den Weg bringen. Die Sitzung soll um 17.00 Uhr beginnen, wie das Büro von Ministerpräsident Lucas Papademos mitteilte.

  • rtr
  • dapd
  • dpa
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10 Kommentare zu "Regierungspartei: Griechische Rechte trägt Sparpaket nicht mit"

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  • Ich wäre mal nicht so vorschnell mit abfälligen Kommentaren,da im Artikel eine ausführliche Begründung fehlt und,die Journalie auch nicht alles schreiben DARF.Zensur.
    Oder denkt hier nur Einer,wir kriegen schön die Wahrheit?
    Haha..


  • Dieser Ultrarechte Puppettroll ist wie andere Herren nur eine Figur im Spiel der Augsburger OK-Puppenkiste. GR wird von big guys im Hintergrund beherrscht, die sich ihre Gesetze und das System strickten, kuerzten und lahmlegten.
    diejenigen, die das Land wirklich pluendern und mit den Importlebensmittellizenzen beherrschen sollten von den Bezahlradikalinskis auf dem Syntagmaplatz mal mit Feuer belegt werden.
    Die Feisten ziehen jetzt ihr Krisenszenario wie abgesprochen durch, noch kann Merkel zahlen, aber eine Bitte, nehmt diese GR Politclowns nicht ernst. Dumm, feist, korrupt und kriminell. Legen wir ihnen mit ihren Mitteln Feuer unterm Hintern, diese Sprache findet sofort Verstaendnis.

  • Der Ultrarechte Karatzaferis: "Er warf insbesondere den Deutschen vor, alleine die EU zu regieren, „weil sie ein dickes Portemonnaie haben“."

    Aha, unsere Mutti hat ein dickes Portemonaie ?! Mal Augen aufmachen und richtig hinschauen, da sind auch nur Schuldverpflichtungen drinnen.
    "Ne, meine Suppe esse ich nicht, will lieber weiter Steaks fressen und zahlen sollen das bitteschön die anderen aber ich doch nicht", so sagte das voll gefressene Schweinchen !

  • Der Smart Investor hatte in einem der letzten Newsletter ein ganz amüsantes Fundstück präsentiert. Hier der Text:

    "Ein interessantes Fundstück erreichte uns heute Morgen zur lateinischen Münzunion, die 1865 zwischen Frankreich, Belgien, Italien, der Schweiz und Griechenland gegründet wurde. Sie zerbrach mit Beginn des Ersten Weltkriegs. Der amerikanische Finanzexperte Henry Parker Willis (1874 – 1937) bezeichnete den Beitritt Griechenlands aufgrund der dort herrschenden Misswirtschaft und Korruption als grundlegende Fehlentscheidung. Offenbar taten sich Ökonomen schon damals schwer mit praktisch gelebter Solidarität; ähnlich schwer wie die Politik, auch nur einen Fußbreit auf der Lernkurve voranzukommen."

  • Die Rechte wird dort bei den nächsten Wahlen bestimmt an Gewicht zulegen :-))

  • Schade, daß dort die Rechte kein Gewicht hat. Obwohl ihre Thesen hohl, ihre Forderungen infarm und deren geistige Vorturner dort genauso vollgefressen sind, wie deren Finanzminister: Zu klein, um wichtig zu sein!

  • Ob "Lebensmittel" als vernichtet angesehen werden müssen, wenn wir daraus Biosprit machen, dass sei dahingestellt. Wenn Sie die Grünen danach fragen, dann hören Sie das aber ganz anders.

    Um dennoch mit Ihnen Frieden zu schließen, ich halte es ebenso wie Sie für ethisch und moralisch verwerflich, mit politisch gestalteten Massnahmen den Hunger in der Welt anzuheizen. Das ist eine Verachtung der Menschlichkeit. In meinen Augen, eines der höchsten Vergehen.

    Um mit dem Papst zu reden: Gerecht bedeutet nicht das Gesetz auf seiner Seite zu haben. (Um fortzusetzen: Wer das so sehen wollte, versündige sich an den Widerstandskämpfern im Dritten Reich!)


  • Veröffentlicht doch die politisch-kriminellen Beziehungsgeflechte dortiger Politzampanos und Ruhe ist im Schacht. Geldwäsche ist immer drin

  • Am Lack soll es wohl nicht liegen, er wird bereits abgekratzt. Die "Weltverbesserer" in der EU können den Auftrag ihres Bevollmächtigten in den USA nicht nachkommen. Was dann? Richtig, dann "bittet" jemand um Hilfe und dann erst werden wir wach. Leider.

    Ungezügeltes Wachstum hat seinen Preis. In der Landwirtschaft und dem "täglichen" Broterwerb, sehen wir noch viel zu wenig, wie ein Drittel der gerade mühsam erzeugten "Lebensmittel" vernichtet werden, um die "erzielenden" Preise der "Hochrechner" zu stablisieren. Die Augenwischerei des Handels scheint an den meisten Menschen vorbei zu huschen. Die Hauptsache "billig" bis der Arzt gerufen wird. Gute Gesundheit, auf fast allen Bauernmärkten in der Republik zu haben. Wo, schlagen Sie mal unter "http://bauernmarkt-saar.de" nach, da werden Sie fündig.

  • Und wieder wird dem europäischen Steuerzahler ins Gesicht gefurzt. Und wieder wird am Ende das Geld doch fließen.

    Es gibt nur noch eine Lösung: Euro abwickeln, EU gesundschrumpfen, und bei fehlender Sanierungsfähigkeit notfalls der Austritt Deutschlands.

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