Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Kim Jong Un

Das Symbolbild zeigt Machthaber Kim Jong Un (M), der eien Baustelle in seinem Land inspiziert.

(Foto: dpa)

Regime Nordkorea arbeitet laut Staatsmedien an neuer High-Tech-Waffe

Nordkorea lässt die Muskeln spielen. Laut Medienberichten soll das Regime eine neue hochmoderne Waffe erfolgreich getestet.
Update: 16.11.2018 - 06:46 Uhr Kommentieren

Staatsmedien berichten: Nordkorea hat eine neue „taktische Waffe“

SeoulNordkorea hat nach eigenen Angaben eine „neue taktische High-Tech-Waffe“ getestet. Machthaber Kim Jong Un habe den Versuch in der Forschungsakademie für nationale Verteidigung verfolgt und seine „leidenschaftliche Freude“ über dessen Erfolg nicht unterdrücken können, meldeten die Staatsmedien am Freitag.

Das Ministerium für Wiedervereinigung in Seoul sprach später von der ersten öffentlichen Besichtigung eines Waffentests durch Nordkoreas Staatschef, seit er im November 2017 dem Test einer ballistischen Interkontinentalrakete beigewohnt hatte.

An der „neu entwickelten ultramodernen, taktischen Waffe“ sei lange gebaut worden, berichteten die nordkoreanischen Staatsmedien weiter. Sie werde die Verteidigungsfähigkeit des Landes und die Kampfkraft seiner Armee stärken. Um welche Art von Waffe es sich handelte, wurde nicht gesagt.

Zwar schien es kein Atom- oder Raketentest gewesen zu sein. Doch könnten jegliche Versuche mit Waffen die diplomatischen Gespräche zwischen Washington und Pjöngjang beeinflussen, die seit dem Gipfel von US-Präsident Donald Trump und Kim in Singapur im Juni ins Stocken geraten sind.

Die USA dringen auf konkrete Schritte zur vollständigen atomaren Abrüstung Nordkoreas. Pjöngjang pocht hingegen darauf, dass Washington zunächst einem formalen Friedensschluss des 1953 nur mit einem Waffenstillstand beendeten Koreakrieges zustimmt. Sowohl Trump als auch Kim signalisierten jüngst Interesse an einem zweiten Gipfel, doch ist unklar, wann es dazu kommt.

Seit November 2017 hatte der Norden keine öffentlichen Waffentests mehr ausgeführt. Nach einer Serie von zunehmend massiven Waffentests im vergangenen Jahr soll Nordkorea aus Sicht von Experten kurz vor dem Aufbau eines schlagkräftigen Arsenals mit Atomsprengköpfen bestückter Raketen, die das US-Festland erreichen könnten. Doch nach flammender Kriegsrhetorik auf beiden Seiten öffnete sich Pjöngjang Anfang 2018 überraschend für die Diplomatie.

Zuletzt zeigte sich Pjöngjang Berichten zufolge aber verärgert über Militärübungen von Südkorea und den USA, die kürzlich in kleinem Umfang wiederaufgenommen wurden. Und erst Anfang November warnte das Außenministerium in Pjöngjang, dass das Land sein Nukleararsenal weiter verstärken könnte, falls die Sanktionen nicht gelockert würden.

Der Test der „High-Tech-Waffe“ könnte aus Sicht von Beobachtern eine Reaktion sein. Doch anders als bei früheren Versuchen monierte Pjöngjang in der jüngsten Meldung nicht eine angebliche Feindseligkeit Washingtons und Seouls.

„Das ist die Zwangsdiplomatie im Stile Nordkoreas“, erklärte der Analyst Shin Beomchul vom Asan-Institut für Politische Studien in Seoul. „Nordkorea sagt: „Wenn ihr nicht auf uns hört, drohen euch politische Lasten“.“ Die von Nordkorea getestete Waffe könnte eine Rakete, Artillerie, eine Drohne oder ein anderes konventionelles Waffensystem sein.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • dpa
Startseite

Mehr zu: Regime - Nordkorea arbeitet laut Staatsmedien an neuer High-Tech-Waffe

0 Kommentare zu "Regime: Nordkorea arbeitet laut Staatsmedien an neuer High-Tech-Waffe"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.