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Region Chabarowsk Opposition beklagt Verstöße bei Gouverneurswahl in Russland

Nach der ersten Auszählung bei den Wahlen in der Region Chabarowsk lag der Kandidat der Kremlpartei vorn. Die Opposition akzeptiert das Ergebnis nicht.
Update: 23.09.2018 - 16:44 Uhr Kommentieren
Bei der Wahl regionaler Parlamente und Gouverneure am 9. September hatte die Kremlpartei Geeintes Russland Verluste erlitten. Quelle: dpa
Gouverneurswahlen

Bei der Wahl regionaler Parlamente und Gouverneure am 9. September hatte die Kremlpartei Geeintes Russland Verluste erlitten.

(Foto: dpa)

MoskauBei den Gouverneurswahlen in Russland beklagt die Opposition erneut Unregelmäßigkeiten. In der fernöstlichen Region Chabarowsk erklärte die nationalistische Partei (LDPR) am Sonntag: „Wir erkennen solche schmutzigen Wahlen niemals an“, zitierten russische Medien aus einer Erklärung vor Beginn der Auszählung. Es herrschten Gewalt und Erpressung. Nach mehr als der Hälfte der ausgezählten Stimmen lag jedoch der Kandidat der Partei, Sergei Furgal, mit fast 70 Prozent deutlich vor Amtsinhaber Wjatscheslaw Schport von der Kremlpartei Geeintes Russland.

Die regionale Wahlkommission teilte mit, bei ihr seien mehrere Beschwerden wegen möglicher Verstöße eingegangen. Die Leiterin von Russlands Zentraler Wahlkommission, Ella Pamfilowa, kündigte eine genaue Prüfung an. Sie sei von dem Verlauf „ehrlich gesagt etwas enttäuscht“, sagte sie in einem Radio-Interview.

Gewählt wurde auch in der Region Wladimir etwa 190 Kilometer östlich von Moskau. Dort sprach die Liberaldemokratischen Partei am späten Nachmittag von zunächst fünf bekannt gewordenen Verstößen. Mit Ergebnissen der Auszählung wurde am Abend gerechnet.

In der Teilrepublik Chakassien im Süden Sibiriens zog Gouverneur Viktor Simin indes am Samstag nur 24 Stunden vor der Stichwahl seine Kandidatur zurück. Deshalb musste die Abstimmung russischen Medien zufolge kurzfristig auf den 7. Oktober verschoben werden.

Bei der Wahl regionaler Parlamente und Gouverneure am 9. September hatten viele Russen ihrem Ärger über eine Erhöhung des Rentenalters Luft gemacht. Die Kremlpartei Geeintes Russland erlitt Verluste. In vier Gebieten verfehlten die vom Kreml favorisierten Gouverneure die absolute Mehrheit und wurden in einen zweiten Wahlgang gezwungen.

Die erste dieser Stichwahlen fand vergangenen Sonntag in Wladiwostok im Fernen Osten statt. Dort wurde der Bewerber der oppositionellen Kommunisten um den Sieg gebracht, indem die Auszählung erst verfälscht und dann die Wahl insgesamt für ungültig erklärt wurde.

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