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Regionalwahlen in Frankreich Die alles entscheidende zweite Runde

Große Spannung vor der zweiten Runde der Regionalwahlen in Frankreich: In der ersten Runde feierten die rechtsextreme Front National einen triumphalen Sieg – doch der Ausgang der entscheidenden Runde ist höchst ungewiss
13.12.2015 - 08:28 Uhr
Die Front National von Marine Le Pen wurde in der ersten Runde mit 27,7 Prozent der Stimmen landesweit stärkste Kraft und landete in sechs Regionen vorn. Quelle: AFP
Regionalwahlen in Frankreich

Die Front National von Marine Le Pen wurde in der ersten Runde mit 27,7 Prozent der Stimmen landesweit stärkste Kraft und landete in sechs Regionen vorn.

(Foto: AFP)

Paris Was wird gewählt?

Die Franzosen wählen die Parlamente der 13 Regionen im Land. Diese sogenannten Regionalräte sind in etwa mit den Landtagen in Deutschland vergleichbar, auch wenn die französischen Regionen viel weniger Kompetenzen haben als die Bundesländer. Die Regionalräte wählen dann die Regionalpräsidenten. Bislang gab es in Frankreich 22 Regionen, ihre Zahl wurde aber im Zuge einer großen Gebietsreform auf 13 gesenkt.

Welche Bedeutung haben die Regionalwahlen?

Der Ausgang der Wahlen hat für die Menschen eine Reihe von konkreten Folgen, denn die Regionen sind unter anderem für die Wirtschaftsförderung, die Berufsausbildung und teilweise die Schulen zuständig, sie organisieren den regionalen Zug- und Busverkehr und sind in der Kulturförderung aktiv. Vor allem aber haben die Regionalwahlen eine große symbolische Bedeutung für die nationale Ebene: Es ist der letzte große Urnengang vor der Präsidentschaftswahl im Frühjahr 2017. Die Regionalwahlen gelten damit als wichtiges politisches Stimmungsbarometer.

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    Wie laufen die Wahlen ab?

    Im zweiten Wahlgang am Sonntag können alle Listen antreten, die bei der ersten Runde eine Woche zuvor mindestens zehn Prozent der Stimmen erhielten. Auch Fusionen von größeren mit kleineren Listen waren zwischen den Wahlgängen möglich. In den meisten Regionen stehen sich nun ein konservativer, ein sozialistischer und ein rechtsextremer Kandidat gegenüber. Im zweiten Wahlgang reicht eine relative Mehrheit zum Sieg. Die Abgeordnetenmandate in den Regionalparlamenten werden proportional zum Wahlergebnis verteilt, die Siegerliste bekommt zudem einen Bonus von 25 Prozent der Sitze.

    Wie ging der erste Wahlgang aus?

    Die Front National von Marine Le Pen wurde mit 27,7 Prozent der Stimmen landesweit stärkste Kraft und landete in sechs Regionen vorn. Das konservativ-bürgerliche Bündnis um Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy kam auf 26,7 Prozent und bekam in vier Regionen die meisten Stimmen. Die Sozialisten von Präsident François Hollande erlitten mit 23,1 Prozent eine erneute Wahlschlappe und landeten in nur drei Regionen vorn.

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