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Reisewarnung und Quarantänepflicht Spaniens Tourismus droht der Kollaps

Mehrere EU-Länder raten wegen zahlreicher Infektionsherde von Reisen nach Spanien ab. Die Aktien von spanischen Airlines und Hotels geben nach.
27.07.2020 Update: 27.07.2020 - 20:09 Uhr Kommentieren
Gelingt es dem Tourismus im Sommer gar nicht mehr, sich etwas zu erholen, wäre das auch für die spanische Wirtschaft insgesamt ein schwerer Schlag. Quelle: dpa
Spanien

Gelingt es dem Tourismus im Sommer gar nicht mehr, sich etwas zu erholen, wäre das auch für die spanische Wirtschaft insgesamt ein schwerer Schlag.

(Foto: dpa)

Madrid Seit Wochen steigen die Infektionszahlen in Spanien stetig an. Ende vergangener Woche nahmen sie so stark zu, dass inzwischen mehrere EU-Länder Reisewarnungen gegen Spanien ausgesprochen oder eine Quarantänepflicht für Reisende aus Spanien verhängt haben. Dazu gehören Norwegen, Belgien, Nachbar Frankreich und Großbritannien. Der weltweit größte Reisekonzern Tui hat bis zum 9. August Flüge und damit Pauschalreisen von Großbritannien auf das spanische Festland gestrichen.

Gerade die britische Quarantänepflicht schmerzt Spanien besonders: Aus Großbritannien kommen die meisten Spanienurlauber, insgesamt rund ein Viertel aller ausländischen Touristen. Nun müssten sie zu Hause zwei Wochen lang in Quarantäne, wenn sie aus Spanien zurückkehren. De facto bedeutet das, dass sie in diesem Jahr wohl kaum ihren Urlaub dort verbringen werden.

Die Folgen einer solchen Quarantäneregel zeigen sich bereits in Portugal, wo die Briten ebenfalls die größte Urlaubergruppe stellen. Portugal war von Anfang an nicht auf der Liste der Länder, in die Briten ohne Quarantänepflicht reisen dürfen. Gerade die Algarve leidet deshalb unter fehlenden Besuchern.

Neben den Briten sind Franzosen und Deutsche die wichtigsten Gruppen von Spanienbesuchern. Doch auch die französische Regierung hat wegen der zahlreichen Infektionsfälle im angrenzenden Katalonien von Reisen in die spanische Region abgeraten. Bleiben neben den Briten auch die Franzosen fern, droht dem spanischen Tourismus in einem ohnehin schon schwierigen Sommer der Kollaps.

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    Hotels in Barcelona bleiben leer

    Der Hotelverband Gremio de Hoteles de Barcelona berichtet von zahlreichen Stornierungen, genaue Zahlen liegen aber noch nicht vor. Im sonst bei Touristen sehr beliebten Barcelona ist nur ein Viertel der Hotels überhaupt geöffnet, und nach Angaben des Verbands sind diese nur zu rund 20 Prozent belegt.

    An der Börse gaben Werte von Unternehmen aus der spanischen Tourismusbranche am Montag deutlich nach. Die spanische Airline Iberia war am Nachmittag der Verlierer im Börsenindex Ibex 35 und büßte gut acht Prozent ihres Werts ein. Die Aktien des größten spanischen Hotelkonzerns Meliá gaben über fünf Prozent nach.
     

    Gelingt es dem Tourismus im Sommer gar nicht mehr, sich etwas zu erholen, wäre das auch für die spanische Wirtschaft insgesamt ein schwerer Schlag: Die Branche macht gut zwölf Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung aus. Die Ostersaison war schon ausgefallen, nun ruhten die Hoffnungen der Branche nach der Grenzöffnung Ende Juni auf dem Juli und vor allem dem August.

    Die spanische Regierung bemüht sich zwar, mit London zumindest Ausnahmen von der Quarantäne für die Inselgruppen der Balearen und der Kanaren zu verhandeln. Doch erfolgreich ist sie bislang nicht: Am Montagabend hat Großbritannien seine Reisewarnung für Spanien auf ebendiese Inselgruppen ausgeweitet. Der Grund dafür sei die derzeitige Corona-Lage in dem Land, teilte das Außenministerium mit.

    Madrid argumentiert, dass die Infektionszahlen auf den Balearen und Kanaren deutlich geringer sind als in anderen Gebieten Spaniens. Die Inseln fliegt etwa Tui auch weiterhin an. Auch Portugal hat mit Großbritannien Ausnahmen von der Quarantäne für die Azoren und Madeira verhandelt.

    Mehr: „Die Balearen sind eine sichere Region“: Spaniens Tourismusministerin will Zuversicht verbreiten.

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