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Rentenreform Streik kostet Frankreich Milliarden

Die Demonstrationen gegen die Rentenreform in Frankreich nehmen ab. Nun ist eine Debatte um die Kosten des Protestes entbrannt. Offizielle Zahlen liegen noch nicht vor, doch Ökonomen schätzen die Lasten auf rund 0,1 Prozentpunkte der Wirtschaftsleistung.
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In Frankreich ist eine Debatte um die Kosten der Proteste gegen die Rentenreform entbrannt. Quelle: DAPD

In Frankreich ist eine Debatte um die Kosten der Proteste gegen die Rentenreform entbrannt.

PARIS. Die Demonstranten gegen die Rentenrefom in Frankreich zeigen Ermüdungserscheinungen. Die Regierung erklärt sich zum Sieger. Da die Rentengesetze vom Parlament verabschiedet sind, „hat die Protestbewegung keinen Sinn mehr“, erklärte Frankreichs Premierminister Francois Fillon.

Die Versorgung mit Benzin ist derzeit allerdings noch schwierig, rund 20 Prozent der 12.300 Tankstellen des Landes melden noch Versorgungsprobleme. Die Benzindepots werden aber nicht länger blockiert. Ferner haben fünf von zwölf Raffinerien des Landes die Arbeit wieder aufgenommen.

Nun ist eine Debatte um die Kosten des Protestes entbrannt. Offizielle Zahlen liegen noch nicht vor. Finanzministerin Christine Lagarde hatte Kosten von 200 bis 400 Millionen Euro pro Tag genannt. In ihrem Umfeld werden diese Zahlen aber relativiert: Es handele sich um eine sehr grobe Schätzung.

„Ich veranschlage die Streikkosten mit 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte des Bruttoinlandsprodukts (BIP)“, erklärt hingegen Nicolas Bouzou, Chefökonom des privaten Wirtschaftsforschungsinstituts Asterès. Da ein Prozentpunkt des BIP ungefähr 20 Milliarden Euro entspricht, würde dies Streikkosten von zwei bis vier Milliarden Euro bedeuten.

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2 Kommentare zu "Rentenreform: Streik kostet Frankreich Milliarden"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Abwarten, wenn erst dieser lahme DGb-Vorstand weggewählt ist, wird sich die Kampfkraft auch in Deutschland zeigen...Dauert nur etwas länger, kommt dann aber mächtig ...

  • Also werden jetzt schon die Kosten von Streiks ausgerechnet. Die einzige Form die uns bürgern mehr oder weniger bleibt. Wenigstens in Frankreich gibt es sie noch in diesem Umfang. Hier in Deutschland haben se doch alle Angst vor irgendwelchen konsequenzen.

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