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Replik auf Kritik Rumsfeld: Anschläge konnten nicht verhindert werden

Nach Meinung von US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld wären die Anschläge vom 11. September 2001 auch dann nicht zu verhindern gewesen, wenn Osama bin Laden zu diesem Zeitpunkt bereits gefasst worden wäre.

HB WASHINGTON. US-Präsident George W. Bush wies am Dienstag zudem Vorwürfe seines früheren Terrorismus-Experten Richard Clarke zurück, die von Bin Ladens Organisation El Kaida ausgehende Gefahr zunächst unterschätzt zu haben. Die Sicherheit des Landes ist ein zentrales Thema des US-Präsidentschaftswahlkampfs. Während die Demokraten Bush vorwerfen, sich zu sehr auf den Irak zu konzentrieren, hält Bush der heutigen Opposition vor, El Kaida vor seiner Amtsübernahme Anfang 2001 zu lasch bekämpft zu haben.

Die Anschläge auf das World Trade Center in New York und das Pentagon bei Washington seien von El Kaida bereits fertig geplant und in Gang gesetzt gewesen, sagte Rumsfeld am Dienstag vor einem Untersuchungsausschuss des Kongresses zu den Anschlägen. „Selbst wenn wir ihn in den Wochen vor dem 11.9. gefangen oder getötet hätten, kenne ich niemanden, der glaubt, dass das den 11.9. verhindert hätte“, sagte er. Ähnlich äußerte sich auch US-Außenminister Colin Powell vor dem Ausschuss. Die Regierung habe allerdings fälschlicherweise geglaubt, die Hauptgefahr, die von der Moslem-Organisation ausgehe, richte sich gegen Ziele im Ausland. Bei den Anschlägen wurden rund 3 000 Menschen getötet. US-Geheimdiensten zufolge gab es in der Zeit zwischen Dezember 1998 und Juli 1999 mindestens vier Gelegenheiten, bei denen die USA Bin Laden in Afghanistan hätten töten können. Sie hatten ihn wegen anderer Anschläge bereits seit längerem im Visier.

„Hätte meine Regierung über irgendwelche Erkenntnisse darüber verfügt, dass Terroristen am 11. September New York angreifen würden, hätten wir gehandelt“, sagte Bush in Washington. Clarke hatte ihm vorgeworfen, er habe die Bedrohung durch El Kaida vor den Anschlägen nicht ernst genommen, sondern sei von einem Krieg gegen den Irak besessen gewesen. Auch nach den Anschlägen habe die Bush-Regierung sich darauf konzentriert, sie mit dem Irak in Verbindung zu bringen. Clarke hatte sowohl für Bush als auch für dessen demokratischen Vorgänger Bill Clinton gearbeitet.

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