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Rettungspaket verschoben Kein Weihnachtsgeschenk für Zypern

Zypern kann in diesem Jahr nicht mehr mit einem Rettungspaket rechnen. Erst müsse der Bericht über die Lage der Banken vorliegen, sagte Eurogruppen-Chef Juncker. Das EU-Land benötigt über 17 Milliarden Euro.
13.12.2012 - 17:13 Uhr 4 Kommentare
Der Bankensektor belastet Zyperns Finanzen massiv. Quelle: dpa

Der Bankensektor belastet Zyperns Finanzen massiv.

(Foto: dpa)

Brüssel Das schuldengeplagte Zypern kann nach den Worten von Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker in diesem Jahr nicht mehr mit einem Rettungspaket rechnen. Erst müsse eine Bericht über die Lage der dortigen Banken vorliegen, sagte Juncker am Donnerstag nach einem Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel. Dieser werde vermutlich erst Mitte Januar vorliegen. "Ich möchte kein dramatisches Bild zeichnen", sagte Juncker. "Das Problem von Zypern ist ernst, und wir werden es auf erste Weise angehen."

Auf einen genauen Zeitplan für eine Entscheidung wollte sich Juncker nicht festlegen. Auch sei nicht über eine Beteiligung des Privatsektors an Hilfen für Zypern gesprochen worden. Der "Spiegel" hatte kürzlich berichtet, dass die Troika aus EU-Kommission, EZB und IWF bei einer Bankenrettung in Zypern neue Wege gehen wolle. Bevor staatliche Mittel ausgezahlt würden, sollten die Gläubiger und Anteilseigner der zyprischen Banken an den Lasten beteiligt werden.

Das von der Pleite bedrohte Euro-Land hatte im Sommer einen Antrag auf Hilfen des Euro-Rettungsschirms ESM gestellt. Benötigt werden rund 17,5 Milliarden Euro. Die Banken in dem drittkleinsten Staat der Euro-Zone sind eng mit dem Krisenherd Griechenland verflochten. Die Rekapitalisierung des Bankensektors der Insel könnte zehn Milliarden Euro kosten.

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    • rtr
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    4 Kommentare zu "Rettungspaket verschoben: Kein Weihnachtsgeschenk für Zypern"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Der BND hat berichtet, dass die Bankeneinlagen in Zypern - vornehm gesprochen - hauptsächlich aus russischen Fluchtgeldern bestehen. Diese sollen hier gerettet werden. Die EU, insbesondere Herr Junker als Vertreter der Luxemburger Bankenmafia, werden auch die Unterwelt-Banken in Zypern wieder "retten" statt sie einfach pleite gehen zu lassen.

      Das Ganze ist völlig absurd. Da wird einerseits gegen Schweizer Banken gewettert und gleichzeitig werden in Zypern Banken gerettet, deren Geschäftsmodell das Geldwaschen ist.

      Es reicht! Unsere Regierungen machen sich zu Helfershelfern von Kriminellen. Leistet Widerstand! Nur ein Austritt Deutschlands aus dem Euro kann uns aus diesem Sumpf von Korruption, Mißwirtschaft und Kriminellen"rettung" berfreien!

    • 'Delinix' haluziniert
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      Sagen die Statuten nicht, dass es "systemrelevante" Länder sein müssen, die gerettet werden dürfen?
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      Nein, das sagen sie nicht.

      Und solange man die griechischen Kleptokraten weiter durchfüttert wird es politisch schwierig den Zyprioten, die ja wegen der Griechen in den Schlamassel geraten sind, eine Rettung grundsätzlich zu verweigern.

    • Himmel noch einmal, mir ist dauerübel wenn ich irgend etwas über Staatenrettung lese oder höre. Zypern hat eine Gesamtverschuldung von ca. 13 Milliarden. Nun schreien sie nach 17 Milliarden, die ausschließlich an die Banken fließen werden. Damit senkt sich die Schuldenlast Zyperns nicht um einen Cent.

    • Sagen die Statuten nicht, dass es "systemrelevante" Länder sein müssen, die gerettet werden dürfen? Dass von der finanziellen Schieflage eines solchen Landes eine Gefahr für den Euro-Raum ausgehen muss, damit eine gemeinschaftliche Hilfe gerechtfertigt ist?
      Geht von Zypern eine solche Gefahr aus, dass für die Rettung nun auch hier unsere Steuergelder ausgegeben werden müssen?

      Ich habe eine schöne Geschenkidee für Unentschlossene zu Weihnachten: Statuten der EZB und des ESM auf Klopapier gedruckt. Das kommt bestimmt gut.

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